Erstellt am 05. März 2013, 11:07

Die Alles-Könner am Bau. Maurer: Sie sind fachlich ausgebildete Handwerker, die über breites Fachwissen verfügen. Ihre Arbeitsleistung wird vom Errichten einer Mauer bis hin zum Fassadenverputz benötigt.

Im Baugewerbe muss jeder Handgriff sitzen, denn Fehler rächen sich relativ schnell. Wer überall seine Hände im Spiel hat, sind die Maurer: Sie sind die Alles-Könner beim Neu,- Zu- und Umbau – ebenso bei Sanierungsarbeiten. Sie errichten Bauwerke wie etwa Wohn- und Bürogebäude, Straßen, Brücken- und Tunnelanlagen oder Kanal- und Entwässerungsanlagen.
Landesinnungsmeister der Landesinnung Bau in Niederösterreich, Robert Jägersberger, erklärt: „Gerade das Tätigkeitsfeld des Maurers ist besonders breit gefächert. Er ist Spezialist für Bauwerke und Bauwerkteile und hat fundiertes Fachwissen über Wärmedämmung.“
Ihre Fähigkeiten werden überall benötigt: „Bauliche Tätigkeiten, angefangen vom Errichten einer Mauer bis hin zum Verputzen einer Fassade, brauchen eine professionelle Verarbeitung. Das wird im Laufe der Lehrlingsjahre erlernt und verinnerlicht. Die Ausbildung ist äußerst praxisnahe, was den Grundstein für ein kompetentes Fachwissen bildet“, erklärt er.
Berufliche Vertiefungen sind natürlich möglich. So besteht die Möglichkeit zur Ausbildung als Tiefbauer. Sie stellen Fundamente her und führen sämtliche Betonierarbeiten durch.
Oder man ergreift den Beruf eines Schalungsbauers. Sie fertigen Schalungen nach Plänen an und befüllen sie mit Beton oder Stahlbeton und verankern dabei Stahlstäbe für die Stabilität.

Nicht nur Verständnis für Handwerk notwendig
Jägersberger verweist auf den Spagat zwischen Verständnis und Praxis: Es reiche nämlich nicht aus, die Handgriffe zu können. „Sie müssen die Plan- und Berechnungsunterlagen des Statikers verstehen und auch umsetzen können. Dazu zählt auch das Know-how über Baustoffe und deren optimale Verwendung“, so der Experte. Das ist auch notwendig, denn Maurer arbeiten mit verschiedenen Baumaterialien wie zum Beispiel Beton, Ziegel, Platten, Holz und Stahl. Fehler in der Bauphysik dürfen auf keinen Fall passieren. „Fehler ausmerzen bedeutet erneuten Arbeits- und Geldaufwand“, veranschaulicht Jägersberger.
Derzeit sind in Niederösterreich rund 13.000 Facharbeiter und Hilfskräfte im Bauhauptgewerbe tätig. Darunter befinden sich rund 900 Lehrlinge.

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