Erstellt am 13. Februar 2014, 15:22

Die kalten Zeiten sind vorbei. Rustikale Wärmequellen und neue Outdoor-Heizungen läuten die Schanigarten-Saison bereits Wochen früher ein. Diese Hilfsmittel heizen Gartenfans so richtig ein.

Warm, wärmer, Feuer: Kaum ein anderes Element fasziniert den Menschen mehr. Längst haben Naturfans Feuer für Wärmequellen jenseits der vier Wände gefangen. Feuerschalen und Feuerkörbe wärmen Gartenfans auch an kühlen Sommerabenden.  |  NOEN, www.design-geschenke.ch
Sobald der Winter seinen eisigen Griff lockert und die ersten Sonnenstrahlen die Wolkendecke durchbohren, zieht es die Menschen ins Freie. Mit ein paar Hilfsmitteln sitzen Gartenliebhaber auch kühle Temperaturen aus.
Feuerschale, Wärmeschwammerl oder Sonnenbank – mit diesen Dauerbrennern wird einem richtig warm ums Herz.
 
  • Feuerkörbe- und schalen. Der Schatten der Flammen zuckt über die Terrasse. Der kleine Holzscheit knackt fröhlich, die Flammen knistern verheißungsvoll. Funken stieben den Himmel empor. Seit seiner Entdeckung fasziniert Feuer den Menschen. Versammelten sich Gartenfans früher noch um das Lagerfeuer, lässt sich die ästhetische Wärmequelle heute gemütlich auf die Terrasse holen.

Feuerschalen- und Körbe sind ein beliebter Klassiker geworden. Der Vorteil gegenüber einem Lagerfeuer: Sie sind eine mobile Feuerstelle und können bei Bedarf umgestellt werden. Und nicht nur das – viele Hersteller bieten Zubehör an, mit dem man Feuerschalen oder Feuerkörbe schnell zu einem Grill umfunktionieren kann.

Die mobile Feuerquelle spendet Wärme und heizt auch optisch ein. Materialien aus Keramik, Ton oder Terrakotta zaubern mediterranes Flair in den Garten. Ihr hitzebeständiges Pendant aus Eisen, Stahl oder Gusseisen kann mit Holzkohle befeuert werden. Unabhängig von dem Material gilt – je schlichter das Design, desto zeitloser und somit besser.

x  |  NOEN, www.villacasa.de


Vorsicht: Feuerschalen können am Boden sehr heiß werden und dadurch die Grasnarbe oder Holzböden beschädigen. Hier hilft es, den Rasen vorher gut zu wässern oder einen Untersatz unterzustellen, der die Hitze nicht weiterleitet. Wen die leere Schale am helllichten Tag stört, stellt schöne Blumen hinein oder schichtet schon einmal das Feuerholz.
 
  • Gartenfackeln. Sie sind ein Lichtblick in der Dunkelheit. Und setzen wunderbare Akzente zu jeder Jahreszeit. Gartenfackeln lassen sich vielseitig einsetzen. Sie weisen den Weg zur Terrasse, beleuchten eine Grillecke oder sorgen für spannende Lichteffekte bei Wasserquellen.
Besonders praktisch für den Sommer: Fackeln mit Duftzusätzen wie Lavendel, Minze oder Zitrone, die Insekten vertreiben. Bei Gartenfackeln lohnt es sich, ein bisschen mehr auszugeben. Modelle, deren Docht aus Glasfaser besteht, brennen über Jahre. Und das Beste daran: Man kann ihre Flamme regulieren, indem man die Höhe des Dochtes verändert.
 
  • Outdoor-Grill. Zu den großen Essenstrends des Jahres 2014 zählt neben Fleischverzicht und Steinzeitmenüs das Grillen in der kalten Jahreszeit. Immer mehr Grillfans packen ihre Feuerstelle im Herbst gar nicht erst in den Keller, sondern läuten bei Minusgraden die zweite Grillsaison ein. Geschickte Fleischesser mauern sich ihren Gartenkamin selbst, andere wählen ein fertiges Modell im Baumarkt aus.
 
  • Mexikanischer Feuerofen. Eine recht günstige, aber dekorative Alternative zum Gartenkamin. Noch lange, nachdem das Feuer erloschen ist, strahlt der mexikanische Ofen Wärme ab. Und verlängert so jeden kühlen Abend im Freien. Auch lässt er sich zum geschickten Griller umfunktionieren: Der mexikanische Ofen belüftet das Feuer automatisch. Der Kamin schießt die heiße Luft durch seine konische Form heraus. Die Kohle glüht deutlich schneller als bei einem herkömmlichen Gartengrill.
 
  • Gelkamin. Die umweltfreundliche Variante. Das Brenngel, das hier Holz oder Kohle ersetzt, besteht aus Bio-Ethanol und brennt nahezu rauchlos, sparsam und rückstandsfrei. Mit diesem System funktioniert der Kamin auch ohne Rauchabzug innerhalb der Wohnung. Um so mehr ist er fürs Wärmen und für stimmungsvolles Licht auf der Terrasse geeignet.

x  |  NOEN, www.warmwatcher.de

 
  • Gaswärmeschirme und Infrarotstrahler. Dank ihnen beginnt die Schanigarten-Saison bereits zwei Monate früher und hört später auf. Gastronomen schwören auf Wärmestrahler- oder schirme. Und auch die Gartenbesitzer schwärmen für das kleine Wärmewunder. Besonders effizient sind Infrarot-Wärmestrahler. Sie erwärmen nicht die umgebende Luft, sondern die Objekte im Strahlungsbereich. Das heißt: kein Wärmeverlust, sondern effiziente Leistung. Damit schaffen Infrarotstrahler sogar im Winter angenehme Temperaturen.
 
  • Alternative Wärmequellen – Holz. Wer sich für echtes Feuer aus dem Ofen und künstliche Wärme aus der Flasche nicht erwärmen kann, hat gute Alternativen. Holz ist ein Hilfsmittel, das Wärme und Behaglichkeit erzeugt, ohne brennen zu müssen. Es wirkt nicht nur optisch warm, sondern hat auch eine angenehme Haptik und lässt sich vielseitig einsetzen. So lassen sich wetterfeste Outdoor-Dielen auch für eine leicht aufgeständerte Terrasse nutzen.
 
  • Licht. Wärme wird auch durch die Wahrnehmung erzeugt. Am Boden versteckte Spots tauchen Büsche und Bäume in ein sanftes, warmes Licht. Sie gehören zu den einfachen, aber wirkungsvollen Mitteln, dem Garten eine stilvolle Atmosphäre zu verleihen. Bei der Ausrichtung gilt: je indirekter, desto besser.
 
  • Sonnenbank. Einen Platz an der Sonne – das verspricht das gute alte Sonnenbankerl. Günstig in der Anschaffung, sparsam im Verbrauch. Das perfekte Preis-Leistungs-Verhältnis. Vorausgesetzt, die Sonne scheint.


Mehr Gartenthemen gibt's in der NÖN-Sonderbeilage "Bauen, Wohnen, Energiesparen" zu lesen: