Erstellt am 20. Februar 2014, 12:00

von Tina Wessig

Die Natur aktiv schützen. Engagierte Niederösterreicher, die sich der Erhaltung gefährdeter Arten widmen und Naturschätze bewahren wollen, haben dazu viel Gelegenheit. Sogar im Winter.

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Von Tina Wessig

Ohne menschliches Zutun wäre unser Ökosystem in Balance. Erst durch willkürliches Eingreifen in den Kreislauf der Natur fällt hier etwas weg, kommt dort etwas dazu. Nimmt dies überhand, ist der Mensch gefragt, die Ordnung erneut herzustellen. Auch und vor allem, was die biologische Vielfalt und den Artenschutz betrifft.

„Auch im Winter gibt es Möglichkeiten für aktiven Naturschutz“

„Niederösterreich kommt in Sachen Naturschutz eine Vorreiterrolle zu. Bereits 1924 wurde ein Naturschutzgesetz erlassen. Wir sind uns unserer Naturschätze bewusst und arbeiten an deren Erhalt“, ist Naturschutz-Landesrat Stephan Pernkopf stolz.

Und wer glaubt, dass dies nur in der warmen Jahreszeit möglich ist, der irrt: „Auch im Winter gibt es Möglichkeiten, sich aktiv für den Naturschutz zu engagieren. Jeder kann mitmachen“, sagt Maria Lackner, Leiterin der Initiative Naturland Niederösterreich.

Amphibienwanderung

So kann man etwa Amphibien bei deren Wanderung zu ihren Laichgewässern unterstützen. Alle heimischen Arten sind bereits auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten zu finden. Jedes Jahr fallen Tausende dem Straßenverkehr zum Opfer. Engagierte Freiwillige sammeln die Tiere an speziellen Zäunen ein und tragen sie in Kübeln über die Straßen.

Trockensteinmauern

Geschickte besuchen ein Seminar im März und erlernen die Fertigkeiten zur Errichtung von Stützmauern an Hängen oder Böschungen in Trockenbauweise. Diese Mauern sind umweltfreundlich und für viele Tierarten ein wichtiger Lebensraum. Fledermäuse, Reptilien, Amphibien und Insekten finden darin neues Zuhause.

Fledermaussuche

Fledermäuse halten sich im Winter in feuchten, kühlen Räumen unter Tage auf. Ein beliebter Rückzugsort sind Weinkeller. Wer einen alten Weinkeller oder ein ähnliches Refugium kennt oder besitzt, kann dort eventuell Fledermäuse beobachten und sollte sich dann bei der Koordinationsstelle für Fledermausschutz melden: So ist es nämlich möglich, die raren Lebensräume zu erhalten und die angagierten Artenschützer bestmöglich über Schutzmaßnahmen zu informieren.

Auf www.naturland-noe.at finden Interessierte viel Wissenswertes, Kontakte zu den Veranstaltern der Aktionen und Infos über Möglichkeiten, sich für den Naturschutz zu engagieren.