Erstellt am 02. April 2012, 00:00

Die Kraft aus der Knolle. ZWIEBELPFLANZEN / Clever, wie die Natur das geregelt hat: Knollen speichern ihre Kraft unter der Erde – und bei den ersten warmen Sonnenstrahlen bahnen sie sich ihren Weg ans Licht.

In den nächsten Wochen bohren sich bunte Tulpen wieder ans Licht.  |  NOEN
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VON TINA WESSIG

Sie sind da: Blumenzwiebeln und Knollen, die jetzt allerorts ihre Köpfchen aus dem Boden strecken. Und sie sind eine Meisterleistung von Mutter Natur. Knollen sind raffiniert entwickelte Überdauerungsorgane, mit denen die Pflanzen den Winter im Boden überleben können. Manche, wie Schneeglöckchen und Krokusse, blühen sogar schon, bevor der Winter vorbei ist. In den nächsten Wochen werden sie alle zur Sonne wachsen: tapfere Tulpen, neckische Narzissen, herrliche Hyazinthen, runde Ranunkeln oder taubenblaue Traubenhyazinthen.

Das Verwildern von manchen Vertretern dieser Pflanzengruppe unterstützt auch den nachhaltigen Charakter eines Gartens. Einmal gepflanzt, vermehren sich die bunten Farbtupfer wie von selbst und zaubern zeitig im Jahr wunderbare Blütenteppiche. Wichtig ist, dass den Pflanzen zur Wachstumszeit ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stehen (etwa in Form von Kompost oder organischem Dünger). Denn neben den oberirdischen Teilen der Pflanze muss ja auch das Speicherorgan unter der Erde mit Nährstoffen versorgt werden. Abgeschnitten wird das Laub übrigens erst, wenn es vergilbt und braun geworden ist, wenn die Pflanze „eingezogen“ ist und somit alle Nährstoffe aus den Blättern in die unterirdischen Zwiebeln oder Knollen transportiert hat. Das garantiert dann auch eine reiche Blüte im nächsten Jahr. Informationen erhalten Sie auch am NÖ Gartentelefon +43 (0)2742 / 74 333 und auf www.naturimgarten.at