Erstellt am 21. März 2014, 11:20

Endlich wieder raus!. Der Frühling ist sicherlich jene Jahreszeit, die von Hobbygärtnern am stärksten herbeigesehnt wird: Die Tage werden wieder länger, die Natur erwacht aus ihrer Winterruhe und es zieht uns wieder nach draußen.

Endlich ist wieder Pflanzzeit – an milden, trockenen Tagen ist es schon herrlich, draußen mit den Vorbereitungen für das kommende Gartenjahr loszulegen. Die Auswahl an Gehölzen und Stauden, die wegen ihrer zeitigen Blüte oder ihres schönen Austriebs zu einem guten Start in die Gartensaison beitragen, ist groß.

Zum Inbegriff des Frühlings gehören Forsythien. Wegen der Form ihrer leuchtend gelben Blüten werden sie manchmal auch Goldglöckchen genannt. Es sind robuste, oft mannshohe Ziersträucher, die sich je nach Sorte ab März in ein weithin sichtbares, leuchtend gelbes Blütenkleid hüllen. Im Fachhandel gibt es übrigens auch kleinbleibende Sorten, die sich gut für die Bepflanzung von Kübeln und Kästen eignen. So bringen diese blühfreudigen Sträucher die Sonnenfarbe auch auf Balkon und Terrasse.

Vorfreude auf Ginster und Co.

Der Ginster, auch als Geißklee bezeichnet, beeindruckt ebenfalls im Frühling mit dicht an dicht stehenden Blüten. Er ist vergleichsweise selten in Gärten zu sehen, obwohl er interessant aussieht. Am ehesten bekannt ist der im Mai blühende Besenginster mit seinen feinen, glänzendgrünen Trieben, die vier- bis fünfkantig sind. Viele Sorten haben leuchtend gelbe Schmetterlingsblüten, manche überraschen mit roten oder sogar mit zweifarbigen Blüten.

Der Elfenbeinginster blüht schon ab April cremeweiß bis hellgelb. Aber auch von ihm gibt es verschiedene Sorten. Sie blühen weiß, gelb, rosa oder rot und verströmen oft einen intensiven Duft. Wichtig für die gute Entwicklung ist ein vollsonniger Standort und ein gut wasserdurchlässiger, nicht zu nährstoffreicher Boden. Und ein stützender Stab hat sich immer bewährt, neigt doch der Ginster dazu, mit den Jahren vornüber zu kippen.
Zierkirschen gehören zweifellos zu den eindrucksvollsten Blütenbäumen im Frühjahr, doch  nicht  überall  ist  genügend Platz für einen Baum.



Ein Mandelbäumchen hat ebenso schöne Blüten, wird jedoch nicht so groß. Es kann auch in einem kleinen Garten wachsen, bevorzugt an einem sonnigen, geschützten Standort. Die unzähligen rosa Blüten dieses Miniaturkirschbaumes erscheinen im April. Sie sind dicht gefüllt und ähneln den Blüten von Rosen. Mandelbäumchen sind in Gartencentern als Strauch oder als Hochstämmchen erhältlich und werden etwa 1,5 bis 2,5 Meter hoch. In ein großes Gefäß gepflanzt, kann ein Mandelbäumchen seine Blütenpracht auch auf Balkon und Terrasse entfalten.

Rhododendren blühen meist in violetten und blauen Nuancen, aber ihr Farbspektrum umfasst auch Rosa-, Gelb-, Orange-, Weiß- und Rottöne. Ihre Blüten stehen zu großen Ballen zusammengefasst. Der Name verrät es schon: Rhododendron kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Rosenbaum“.

Die Rhododendren sind auch für ihr immergrünes Blattwerk bekannt. Die dicken dunkelgrünen Blätter sind sehr charakteristisch und können bei einigen Sorten auch silbrig-weiß und auf der Unterseite braun-pelzig austreiben. Der Standort sollte so gewählt werden, dass sie vor der prallen Sonne und vor Wind geschützt sind. Am besten pflanzt man sie in den Schatten von größeren Bäumen. Der Boden sollte leicht sauer und humos sein. Inzwischen gibt es in den Baumschulen auch Sorten, die auf kalktoleranten Unterlagen veredelt wurden.

x  |  NOEN, BdB


So können sie auch in Gärten gedeihen, deren Böden eigentlich nicht für Rhododendron geeignet sind.
Die Magnolien gehören zu den ältesten Blütenpflanzen der Erdgeschichte. Schon vor den Eiszeiten waren sie in Europa heimisch, wurden dann aber von der Kälte verdrängt. Wenn sie im April anfangen zu blühen, wirken sie so zart wie Porzellan und erreichen doch eine beeindruckende Größe.

Die meisten Sorten tragen weiß-rosafarbene Blüten, aber es gibt sie auch in Purpur und Gelb. Magnolien neigen dazu, mehr in die Breite als in die Höhe zu wachsen, deshalb sollte man beim Einpflanzen darauf achten, dass ausreichend Platz vorhanden ist. Für kleinere Gärten eignen sich die Sternmagnolien, die sehr kompakt wachsen und doch reich blühen.

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