Erstellt am 28. November 2012, 09:28

Erneuerbare Energie für Deutsch Wagram. Die 2012 errichtete Biomasse-Modulanlage stellt für bis zu 500 Wohneinheiten außerhalb des Stadtzentrums umweltfreundliche Wärme zur Verfügung und unterstreicht damit die Klimaschutzziele der Stadtgemeinde.

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Die Energieversorgung erfolgt durch einen 500 Kilowatt Biomassekessel, der die Grundlast aus Holzpellets abdeckt. Der bestehende Erdgaskessel dient zur Ausfallsicherheit und Abdeckung von Spitzenlasten. Für weitere Ausbauten von Genossenschaften, oder Neuprojekte hat die Anlage noch Reserven. Zur Anbindung wurde ein 880 Meter langes Fernwärme-Leitungsnetz gebaut.
 
Jährlich können mit der neuen Anlage rund 400 Tonnen CO2 eingespart werden. „Die Gemeinde leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Nutzung heimischer Rohstoffe“, so EVN Wärme Geschäftsführer Gerhard Sacher.
Auch Bürgermeister Friedrich Quirgst ist von dem Öko-Projekt überzeugt: „Die Errichtung der Biomasse-Nahwärmeanlage ist neben anderen Maßnahmen ein weiterer Schritt in eine zukunftsorientierte Entwicklung unserer Gemeinde.“

EVN Wärme GmbH

Der Einsatz erneuerbarer Energien ist für die EVN insbesondere im Wärmebereich seit vielen Jahren von großer Bedeutung. Die EVN betreibt heute mit Partnern aus der Landwirtschaft und der Sägeindustrie bereits über 60 Biomasseanlagen in ganz Niederösterreich. Knapp zwei Drittel der gelieferten kommunalen Fernwärme wird aus Biomasse erzeugt.
Mit einem Einsatz von über 1,5 Millionen Schüttraummeter Hackschnitzel ist die EVN der größte Naturwärmeversorger aus Biomasse in Österreich.

Bei der Verbrennung von Biomasse wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen während ihres Wachstums aus der Luft aufgenommen haben, so dass dieser Energieträger als CO2-neutral bezeichnet wird.


FOTO: EVN Wärme Geschäftsführer Gerhard Sacher, Bürgermeister Friedrich Quirgst und Leiter der EVN Deutsch Wagram Josef Schagerl eröffnen die Biomasse-Nahwärmeanlage in Deutsch Wagram.