Erstellt am 17. April 2013, 15:24

EVN Westschiene erreicht Donaubrücke. „Die Arbeiten an der Donaubrücke müssen bis spätestens Ende Mai abgeschlossen sein, um die Hochsaison des Donauradweges nicht zu beeinträchtigen“, erklärt EVN Projektplaner DI Martin Binder.

 |  NOEN
Bis Mitte Mai wird die Erdgasleitung „EVN Westschiene“ an der vor gut einem Jahr eröffneten Donaubrücke Traismauer angebracht – dabei wird die Leitung auf speziell angefertigten Gleit- und Fixlagern zu liegen kommen.
 
Die einzelnen Gasleitungsrohre sind etwa 14 Meter lang, werden auf einer Gerüstkonstruktion im Uferbereich verschweißt, geprüft und auf die vorbereiteten Konsolen und Lager geschoben; bis das südliche Ufer damit erreicht wird. Bei einer Leitungslänge von insgesamt 360 Meter sind dies einige Arbeitsschritte.
 
Kontrolle und Druckprüfung wird von einem eigens dafür angefertigten Steg erfolgen. Die Bauarbeiten werden von einem permanent anwesenden Rettungsschwimmer bzw. Rettungsboot überwacht.
 
„Die Arbeiten an der Donaubrücke müssen bis spätestens Ende Mai abgeschlossen sein, um die Hochsaison des Donauradweges nicht zu beeinträchtigen“, erklärt EVN Projektplaner DI Martin Binder.
 
 
EVN „Westschiene“
 
Der Bau der Erdgas-Hochdruckleitung „West 4 – Westschiene“ ist für die EVN das größte Gasleitungsprojekt in der Unternehmensgeschichte. Um die Versorgungssicherheit auch in Zukunft zu gewährleisten, errichtet EVN die überregionale Erdgashochdruckleitung „Westschiene“.
 
Grundlage für den Neubau der Hochdruckleitung sind umfassende Kapazitätsberechnungen bis ins Jahr 2030 für Ostösterreich. Durch den Bau der Leitungen werden sämtliche Absatzanforderungen für Kraftwerke, Großverbraucher und Haushalte abgedeckt. Die Leitung dient jedoch nicht nur der Versorgung von Endkunden, sondern ist eine wichtige Basis für den reibungslosen Speicherbetrieb und die Verbindung der Gasspeicher mit den Verbraucherzentren. Die Investitionskosten betragen rund 150 Mio. Euro.
 
Gleichzeitig dient die neue Westschiene zur Entlastung der bestehenden EVN Hochdruckleitungen. Diese Leitungen stammen bereits aus den späten 50er Jahren und werden daher voraussichtlich in einigen Jahren außer Betrieb genommen.
 
EVN Vorstandssprecher Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr: „Der Bau der Westschiene ist eine wesentliche Maßnahme zur Erhöhung der Versorgungssicherheit in Niederösterreich und über die Landesgrenzen hinaus“.
 
Bis Mitte 2014 wird die 150 km lange Leitung von Auersthal bis Amstetten fertig gestellt sein. Die
Hochdruckleitung wird von Auersthal über Tulln, vorbei an Loosdorf bis nach Amstetten geführt, wo sie in das bestehende Netz der EVN eingebunden wird.