Erstellt am 14. Juni 2011, 10:12

Fernwärme 2010 mit kräftigen Zuwächsen. Fernwärme - und zunehmend auch Fernkälte - weisen in Österreich kräftige Zuwachsraten auf. Etwas mehr als ein Fünftel (21 Prozent) der heimischen Haushalte wird bereits mit Nah- oder Fernwärme versorgt. 2010 waren es 758.100 Wohneinheiten, ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber 2009, geht aus Daten des Fachverbands Gas Wärme hervor.

Fernwärme - und zunehmend auch Fernkälte - weisen in Österreich kräftige Zuwachsraten auf. Etwas mehr als ein Fünftel (21 Prozent) der heimischen Haushalte wird bereits mit Nah- oder Fernwärme versorgt. 2010 waren es 758.100 Wohneinheiten, ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber 2009, geht aus Daten des Fachverbands Gas Wärme hervor.

Die deutlich kältere Witterung und die gute Konjunktur brachten im Vorjahr auch ein kräftiges Absatzplus. 2010 war es in Österreich im Durchschnitt um 13,4 Prozent kälter als 2009 und um 4,8 Prozent kälter als im 30-jährigen Durchschnitt. Allein in den Hochwintermonaten Jänner, Februar und Dezember sei der Heizenergiebedarf um 6,5 Prozent über dem Niveau von 2009 gelegen, so der Fachverband.

Die an Endkunden gelieferte Fern- und Nahwärme stieg um 11 Prozent auf rund 14.400 Gigawattstunden (GWh). Der Anschlusswert erhöhte sich um rund 300 MW auf rund 8.200 MW - trotz kontinuierlichem Rückgang des individuellen Wärmebedarfs durch Dämmungsmaßnahmen, wie der Fachverband betont. Die eigene Erzeugung der Wärmeversorger stieg um 7,4 Prozent, der Bezug von Dritten (Abwärme von Industrieunternehmen) um rund 31 Prozent. Bei Fernkälte, die vor allem in Wien und Linz angeboten wird, gab es einen Anstieg auf 60 GWh, nach 25 GWh im Jahr 2009.

Der Preis für Fernwärme stieg laut Fachverband im Zwölf-Monats-Vergleich (Dezember 2010 - Dezember 2009) um durchschnittlich 0,5 Prozent. Heuer haben einzelne Fernwärme-Unternehmen wie berichtet bereits Preiserhöhungen angekündigt.

Der Ausbau der Fernwärme geht kontinuierlich voran. Im Jahr 1980 waren gerade einmal 83.000 Wohnungen mit Fernwärme versorgt, 2000 waren es 477.400 Wohneinheiten und im Vorjahr rund 758.100. Eingesetzt wird Fernwärme vor allem in Ballungsräumen. Bei Gebäuden mit 20 und mehr Wohnungen liege der Fernwärmeanteil bereits bei 45 Prozent, so der Fachverband. Das Fernwärmenetz sei bereits mehr als 4.100 Kilometer lang.