Erstellt am 09. April 2012, 00:00

Frühblüher für Bienen und andere Nützlinge. GEDECKTER TISCH / Auch zeitig im Jahr, wenn noch wenig blüht, haben Wildbienen, Hummeln und Co. schon Hunger. Was liegt daher näher, als ihnen den Start in das Frühjahr zu sichern?

Natur im Garten-Schirmherr Wolfgang Sobotka (l.), Eva Konrad (Blumen Konrad) und Joachim Brocks (Projektleiter von „Natur im Garten“) präsentieren die Info-Pakete für Gartenneulinge.  |  NOEN, NIG

VON TINA WESSIG

Da tummeln sie sich wieder: Hummeln, Wildbienen und Co. sind schon unterwegs und sie sind hungrig. Der gute Gärtner achtet darauf, dass in seinem Garten Frühblüher zu finden sind, die den wichtigen Nützlingen als Nahrungsquelle dienen. Am rosigen Seidelbast und an der duftenden, gelb blühenden Mahonie war der Hummeltanz schon schön zu beobachten.

Ein wichtiges Bienennährgehölz aus der Gattung der Weiden ist die Reif-Weide: Die typischen Kätzchen erscheinen ab Februar silbrig, später gelb und blühen bis in den April. Sie ist wind resistent und stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden. Auch andere früh blühende Weiden ernähren die Bienen im Frühjahr. Ein weiterer Leckerbissen, zunächst für die Bienen, später aber auch für den Menschen, ist die Kupferfelsenbirne. Dieses Gehölz kann als Solitärstrauch oder in einer lockeren Blütenhecke stehen. Die weißen Blüten bilden bis zu sechs Zentimeter lange Trauben, und die Hauptblütezeit fällt mit dem kupferfarbenen Blattaustrieb im Frühling zusammen.

Ohne Insekten wäre keine  Bestäubung gesichert
Ebenfalls nahrhaft für Biene und Mensch ist die Zierquitte. Ihre ziegelrot gefärbten Blüten entwickeln sich mit den ersten Blättern im Frühling. Die Pflanzen können über drei Wochen in Blüte stehen. Die Früchte reifen ab September, leuchten sattgelb und sind sehr aromatisch. Zwar eignen sie sich nicht zum Rohverzehr, aber ähnlich wie die Echte Quitte besitzen Zierquitten einen hohen Pektingehalt und man kann sie gut zu Gelee verarbeiten. Weitere begehrte Futterpflanzen im Frühjahr sind Bärlauch, Klee, Löwenzahn, Winterlinge und nicht zu vergessen die Obstbaumblüte.

Wer mehr über naturnahes Gärtnern wissen will, besucht die weltweit einzige ökologische Gartenschau, die GARTEN TULLN, die am 14. und 15. April startet. Das Eröffnungswochenende steht unter dem Motto „Erfolgreich starten – Zehn Schritte zur Ihrem Naturgarten“: Die „Natur im Garten Akademie“ erläutert auf zehn Stationen den Weg zum Traumgarten. Plus: Führungen, Gartenpraxis im Bauerngarten, Kindermusiktheater, Naturwerkstatt und Vortrag „Garteln im Takt der Natur“. Überdies werden Infopakete verteilt: Diese zeigen anhand von Broschüren, wie man einen Garten anlegt, und sollen vor allem Jungfamilien ansprechen.

Infos auch am NÖ Garten telefon +43 (0)2742/74333, unter www.naturimgarten.at sowie unter www.diegartentulln.at