Erstellt am 09. September 2012, 19:39

Gärtner denken weiter. Ernte und Lagerung / Jetzt, da die Natur ihre Früchte großzügig verschenkt, gilt es, Obst und Gemüse richtig einzubringen und haltbar zu machen. Wie das geht, ist keine Hexerei.

Von Tina Wessig

Der Tisch im Gemüsegarten ist noch reich gedeckt – aber der kommende Herbst liegt schon in der Luft. Daher denkt der kluge Gärtner jetzt schon an das Haltbarmachen der gesunden Köstlichkeiten: Paprika und Pepperoni, Zucchini, Gurken, Zwiebeln, ausgereifte Bohnen oder die ersten Wirsing- und Rotkraut-Sorten wollen gelagert oder verarbeitet werden.

Bunte Kürbisse läuten ebenfalls die herbstliche Jahreszeit auf dem Speiseplan ein. Die Paradeiser sind jetzt manchmal die Sorgenkinder im Garten: Stehen sie ohne Überdachung oder wurden von oben beregnet, hat vielerorts die Braunfäule zugeschlagen. In geschützten Lagen leuchten jedoch noch immer die roten, gelben oder gar gestreiften Tomatenfrüchte zwischen dem Grün hervor.

Geerntetes Wurzelgemüse im Keller für die kalten Monate richtig zu lagern ist einfach: Wichtig dabei ist nur, dass die eingelagerten Früchte wirklich unbeschädigt sind. Wurzelgemüse lässt sich in jedem kühlen Keller lagern. Vor dem Einlagern besser nicht waschen, es könnte sonst faulen. Außerdem schützt die anhaftende Erde das Gemüse vor dem Austrocknen. In allzu trockenen Kellern hilft Sand: In Kisten werden Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Rote Rüben etc. getrennt in Sand eingeschlagen.

Das Gemüse sollte sich nicht berühren und wird schichtweise mit Sand zugedeckt. Wenn es zu trocken wird, den Sand einfach etwas befeuchten.

Am besten schmeckt’s natürlich frisch vom Beet in den Mund oder in den Kochtopf! Es gibt aber viele Möglichkeiten für die Haltbarmachung, um auch in der kalten Zeit von den Gemüseschätzen zu zehren. Beim Einfrieren bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe weitgehend erhalten: Cocktailtomaten werden im Ganzen eingefroren. Kohlrabi wird kurz blanchiert und dann eingefroren. Paradeiser eignen sich zum Einwecken oder lassen sich – zur fertigen Sauce oder Saucenbasis gewandelt – auch nach längerer Zeit gut verwenden. Scharfe Zucchini mit Chili und Thymian in Öl machen als Antipasti zur Jause eine gute Figur.