Erstellt am 31. März 2014, 10:44

Gasspeicher-Kapazität stark ausgebaut. Die Rohöl-Aufsuchungs-AG (RAG) hat die Kapazität ihrer heimischen Gasspeicher deutlich vergrößert. Ab sofort stehen bei der EVN-Tochter rund 5,7 Mrd. m3 Speicherkapazität bereit, das sind etwa drei Viertel eines Jahresverbrauchs Österreichs.

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Die RAG ist schon der viertgrößte Speicherbetreiber in Europa. Samt 2,3 Mrd. m3 bei der OMV sind im Inland 8 Mrd. m3 Speichervolumen verfügbar.

Konkret eröffnet die RAG am Dienstag die zweite Ausbaustufe des von ihr betriebenen Gasspeichers "7Fields" an der Grenze Salzburg-Oberösterreich, der mit nunmehr 1,85 Mrd. m3 Volumen neben dem führenden Speicher Haidach zu den größten Porenspeichern Mitteleuropas zählt. Partner bei "7Fields" ist die deutsche E.ON Gas Storage, die auch für einen Großteil der Vermarktung zuständig ist.

Der Ausbau der RAG-Gasspeicher in OÖ und Salzburg sei ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Versorgungssicherheit in Österreich und Europa, betonte Generaldirektor Markus Mitteregger am Montag. Gemessen am heimischen Jahresverbrauch sei Österreich mit den verfügbaren Speichern Spitzenreiter in Europa. Die Leistungsfähigkeit sei in den vergangenen Jahren bei anhaltenden Kältewellen, langen Wintern oder Lieferengpässen unter Beweis gestellt worden.

Heimische Gasspeicher ein Drittel voll

Aktuell sind die heimischen Gasspeicher noch zu zirka einem Drittel gefüllt, so Mitteregger - unüblich viel nach einem Winter, doch der war heuer relativ kurz und mild. Die RAG selbst hatte kürzlich 2,2 Mrd. m3 in den von ihr technisch betriebenen Speichern drin. Schön langsam geht es nun Ende März/Anfang April wieder in die Einspeisungs-Phase, wenn man ganze Tage betrachtet. Stundenweise wird aber selbst im Frühjahr öfter mehr entnommen als zugeführt, so war es etwa voriges Jahr beim kühlen Wetter im Mai und Juni.

Pro Stunde kann die RAG jetzt aus ihren Speichern bis zu 2,65 Mio. m3 Gas herausholen - also "ausspeichern" - und bis zu 2,25 Mio. m3 stündlich einspeichern, beides mehr als früher. Die gesamte RAG-Speicherkapazität von 5,7 Mrd. m3 entspricht umgerechnet 63,9 TWh. Somit kann dort fast ein ganzer Jahresverbrauch an Strom in Österreich (im Vorjahr 69,6 TWh) in Form von Gas vorrätig gehalten werden.

Die RAG beschäftigt rund 400 Mitarbeiter.