Erstellt am 02. September 2013, 13:53

Graustrom-Anteil hat sich im Vorjahr halbiert. Der Anteil von Strom unbekannter Herkunft (Graustrom), hinter dem sich auch Atomstrom verbirgt, hat sich im vergangenen Jahr auf 7,3 Prozent halbiert, geht aus dem aktuellen Stromkennzeichnungsbericht der E-Control hervor. Im Jahr 2007 betrug dieser Anteil noch 20 Prozent. Die Atomstromimporte reduzierten sich rein rechnerisch im Vorjahr von 4,9 auf 2,6 Prozent.

Aufgrund guter Wasserführung hat der mit erneuerbaren Energieträgern gekennzeichnete Strom um zehn Prozentpunkte auf 74,5 Prozent zugelegt. "2012 gab es deutlich mehr Wasser als 2011. Außerdem sind die Importe von norwegischen Wasserzertifikaten gestiegen", sagte E-Control-Vorstand Martin Graf am Montag vor Journalisten. Heuer dürfte ein "durchschnittliches Wasserjahr" werden, so Graf. Der Anteil fossiler Energieträger sank von 21,4 auf 17,9 Prozent.

Durch den Anstieg des Erneuerbaren-Anteils hat sich auch die Umweltbilanz verbessert: Die CO2-Emissionen reduzierten sich um rund ein Drittel. Im Schnitt fielen für die Produktion einer Kilowattstunde Strom 129 Gramm CO2 (nach 192,5 Gramm) und 0,05 Milligramm (nach 0,1 Milligramm) radioaktiver Abfall an.

Ab Ende des Jahres muss jede Kilowattstunde Strom für Haushaltskunden mit einem Nachweis versehen werden, beschloss die Regierung im Juli. Für die Industrie gilt die Stromkennzeichnungspflicht ab Ende 2015. Im Vorjahr waren 92,7 Prozent der Strommenge mit Nachweisen belegt. Die übrigen 7,3 Prozent waren nicht mit Nachweisen belegt und gelten somit als Graustrom.