Erstellt am 13. Februar 2014, 14:35

Gut gedämmt ist ganz gewonnen. Eine gute Dämmung verhindert nicht nur kalte Füße, sondern auch hohe Heizkosten im Winter. Für den optimalen Schutz sollte man sein Haus dick einpacken. Dämmstärken von bis zu 40 Zentimeter sind dabei normal.

Hohe Heizkosten können durch eine optimale Dämmung von der Fassade über das Dach bis hin zum Keller verhindert werden. Außerdem wird das eigene Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden gesteigert. Durch eine bessere Dämmung wird zusätzlich auch der Schadstoffausschuss in die Luft verringert. Eine Dämmschicht sorgt aber nicht nur für wenig Heizkosten im Winter, sondern verspricht auch in den Sommermonaten ein angenehm kühles Wohnklima in den Räumen.

Bei einem nicht gedämmten Haus entweichen rund zwei Drittel der Wärme ungenutzt über Keller, Wände oder Dach. Nimmt man ein typisches Haus au den 1960er-Jahren, werden so rund 2.000 Liter Heizöl verschleudert, alleine 35 Prozent durch die Wände und 30 Prozent durch das Dach. Ein Kostenpunkt von etwa 1.200 Euro jährlich.
Um dies zu verhindern, ist es wichtig, das Eigenheim gut einzupacken, damit die Energie erst gar nicht entweichen kann und nicht erst wieder durch Heizung hinzugefügt werden muss.

Zur richtigen Dämmung ist zu bedenken, dass auch noch so dicke Wände eine Dämmschicht aus modernen Materialien nicht ersetzen können. Zum Vergleich: Zwei Zentimeter eines üblichen Dämmstoffs haben die gleiche Dämmwirkung wie eine 30 Zentimeter dicke Wand aus Hochlochziegeln oder eine über einen Meter dicke Betonwand. Heute kann man von Dämmstärken von zumindest 16 Zentimetern ausgehen, besser ist es, aber noch etwas dicker aufzutragen.


Dämmstärke orientiert sich am U-Wert

Die optimale Dämmstärke orientiert sich nach dem U-Wert, der angibt wie viel Wärme durch einen Bauteil verloren geht. Je niedriger der U-Wert ist, desto weniger Wärme geht verloren.

Geht man bei einer Außenwand von einem U-Wert zwischen 0,1 und 0,2 aus, so ergibt sich eine Dämmstärke von 16 bis 35 Zentimetern. Passivhäuser verfügen gar über eine rund 40 Zentimeter-Dämmschicht, die ihren Besitzern das Heizen beinahe komplett erspart. Bedenkt man die stetig steigenden Energiepreise der letzten Jahrzehnte, so ist man sicherlich gut beraten, in diesem Punkt nicht zu sparen. Außerdem bleibt die Dämmung zumindest 30 Jahre und Fixkosten für Einrüstung und Verarbeiten entstehen ohnedies.



Entschließt man sich, sein Zuhause zu sanieren, ist es ratsam, vor Beginn der Arbeiten einen Energieberater zu kontaktieren und mit ihm die Schwachstellen im Haus zu analysieren. So kann die Dämmung optimal geplant werden und zusätzlich steht der Berater mit weiteren sinnvollen Tipps für die Energieersparnis des Hauses zur Seite.

Bei der Dämmung der Außenwände setzt man meist auf ein Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS), das auch als Vollwärmeschutz bezeichnet wird. Der WDVS umschließt das Haus gleichmäßig, wobei die Dämmplatten mit Klebemörtel an die Außenwand befestigt werden. Kritische Punkte sind die Anschlüsse an andere Bauteile.

Zusätzlich ist es besser, die Fenster an die Außenkanten der Wand zu setzen und bei größeren Dämmstärken teilweise oder ganz in der Dämmebene zu fixieren. Beim Fensterrahmen sollte die Dämmung so weit wie möglich übe diesen gezogen werden.
Bei feuchten Mauern müssen diese zuerst trocken gelegt werden und gegen aufsteigende Feuchtigkeit dauerhaft geschützt werden, bevor man den Vollwärmeschutz anbringt.

Rund 30 Prozent gehen über das Dach verloren

Über das Dach entwischen rund 30 Prozent der Energie. Aus diesem Grund ist eine professionelle Wärmedämmung am Dach gefragt. Da Wärme bekanntlich nach oben steigt, kann durch Dächer und ungedämmte Dachschrägen Wärme leicht entwischen. Außerdem kommt hinzu, dass ungedämmte Dachwohnräume zu einem unbehaglichen Wohnklima führen können, da es im Winter oft zu kalt und im Sommer vielfach zu heiß ist. Zusätzlich treten Lüftungswärmeverluste an undichten Stellen auf.


Geschoßdecke als günstige Alternative

Eine Wärmedämmung am Dach kann auch sinnvoll sein, wenn man über ein nicht ausgebautes, aber ausbaufähiges Dach verfügt und in der Zukunft einen Ausbau plant.
Ist ein solcher nicht geplant, bietet sich als einfachere und kostengünstigere Alternative die Dämmung der obersten Geschoßdecke an.

Die Dämmung der obersten Geschoßdecke ist eine der effizientesten Energiesparmaßnahme und dadurch eine der besten Geldanlagen bei den eigenen vier Wänden. Neben den geringen Kosten können die Arbeiten in ein bis zwei Tagen leicht selbst durchgeführt werden.

Mehr rund um's Bauen und Wohnen erfahren Sie in der NÖN-Sonderbeilage "Bauen, Wohnen, Energiesparen".