Erstellt am 18. November 2013, 10:00

Gute Gründe für heimische Weihnachtsbäume. Viele ökologische Aspekte, die Produktqualität und die Wertschöpfung in ländlichen Regionen sprechen dafür, den Weihnachtbaum beim heimischen Produzenten zu kaufen.

 |  NOEN, ARGE NÖ Christbaumproduzenten
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Wer sicher gehen möchte, Qualität aus Österreich zu kaufen, sollte ausschließlich beim Bauern kaufen. Die ARGE NÖ Christbaum- und Schmuckreisigproduzenten, der größte bäuerliche Produzentenzusammenschluss Österreichs, garantieren durch ihre Gütesiegel Weihnachtsbäume aus österreichischer Produktion.

Strenges Kontrollsystem

Die Mitglieder überprüfen sich gegenseitig. Bei Verstößen wird eine Pönale von bis zu 10.000 Euro eingehoben, das Geld kommt einem karitativen Zweck zugute Franz Raith, Obmann ARGE NÖ Christbaumproduzenten und Präsident der Europäischen Christbaumproduzenten: „In all den Jahren wurden erst zwei Verstöße festgestellt. Die niederösterreichischen Christbaumbauern sind stolz auf ihr hochwertiges Produkt. Einen Importbaum, der niemals die Frische des heimischen Baums haben kann, als eigenen zu verkaufen wäre gegen das Qualitätsbewusstsein von uns Bauern. Damit würden wir unseren Markt kaputt machen“.

Produktqualität durch ökologische Aufzucht

Die zukünftigen Christbäume werden als Setzlinge mit vier bis fünf Jahren am Feld gepflanzt. Um zwei Meter
hoch zu werden benötigen sie mindestens 10 Jahre. In diesen Jahren werden die Bäume in den Christbaumkulturen von den Bauern gepflegt. Durch regelmäßiges Beschneiden wachsen die Bäume gleichmäßig. Um Verunkrautung zu verhindern, die zu unregelmäßigen oder asymmetrischen Bäumen und dürren Astreihen führt, muss stetige Kulturpflege betrieben werden.

Die Christbaumbauern bewirtschaften im Schnitt vier Hektar Acker- oder Grünland mit Christbäumen. Die Felder sind durchschnittlich 0,7 Hektar groß. Aufgrund dieser kleinen landwirtschaftlichen Flächenstruktur fällt es leicht, die Bäume nach ökologischen Gesichtspunkten zu produzieren:

Immer mehr Christbaumbauern setzten auch auf Schafe als ökologischen Unkrautvernichter. Die englischen Shrop-Shire-Schafe weiden zwischen den Bäumen und halten so Gras und Unkraut kurz. Alle Äste der Christbäume erhalten so gleichmäßigen Zugang zum Licht und können sich frei von Hindernissen schön entwickeln. Eine aktuelle Studie belegt  sogar, dass Christbaumkulturen sehr positiven Einfluss auf das Vorkommen bestimmter Vogelarten haben können.

Heimische Wertschöpfung in ländlichen Regionen

NÖ Christbaumbauern verkaufen etwa 1 Million Christbäume. Das sins rund 20 Millionen Euro für die Landwirtschaft und Arbeit für ca. 1000 Personen bei Ernte und Verkauf in Gebieten, wo es sonst nicht so viel Arbeit gibt.

Klimaschutz durch kurze Transportwege

Durch seine kurzen Transportwege leistet ein Weihnachtsbaum aus Österreich einen aktiven Beitrag zur Entlastung der Umwelt. Denn der Transport verursacht die meisten Emissionen. Die durchschnittliche Wegstrecke eines heimischen Christbaums vom Feld bis zum Verkaufsplatz beträgt 40 Kilometer. Ein Baum aus Nordeuropa legt mehr als 1000 Kilometer zurück.
In ihrer Wachstumszeit benötigt ein Hektar Christbaumkultur innerhalb von 10 Jahren 95 bis 143 Tonnen Kohlendioxid. Im selben Zeitraum produzieren die Bäume 70 bis 105 Tonnen Sauerstoff. Christbaumkulturen gleichen aber auch das Kleinklima aus, Staubpartikel werden gefiltert.

Frische Qualität und Mondschnitt

Aufgrund der kurzen Transportwege sind Christbäume aus der Region immer frisch und behalten die Nadeln bis lange nach Weihnachten. Viele Christbaumbauern halten sich auch an die überlieferten Einschlagsregeln – d.h. wann der Baum gefällt wird, die die Mondphasen berücksichtigen.

Tipps der NÖ Christbaumbauern

Ein frischer Baum behält seine Nadeln lange!
So erkennen Sie, ob Ihr Baum frisch ist

Frischetest
• Schütteltest: Den Baum kräftig schütteln. Ein frischer Baum verliert keine Nadeln.
• Kratztest: Ein Stückchen Rinde abkratzen. Das Holz eines frischen Baums ist darunter noch feucht.
• Streichtest: Von innen nach außen über die Nadeln streichen. Der frische Baum behält seine Nadeln.

Die Herkunft
• Durch die kurzen Transportwege sind heimische Christbäume frisch und behalten bis lange nach
Weihnachten die Nadeln
• Achten Sie auf die Schleife: heimische Bäume erkennt man anhand ihrer Herkunftsschleife. Die
Christbaumbauern garantieren damit kontrolliert heimische Qualität. (auf www.weihnachtsbaum.at
finden Sie die Herkunftsschleifen)

Pflegetipps
• Christbaum bis zum Weihnachtsfest kühl aufbewahren
• Das Christbaumnetz (Verpackung) immer nur von unten nach oben öffnen
• Ein wassergefüllter Christbaumständer hält den Baum länger frisch
• Christbaum am Stammende vor dem Aufstellen frisch beschneiden
• Je kühler der Raum ist, in dem der Christbaum aufgestellt, desto länger halten die Nadeln
• Stellen Sie den Baum nicht neben Heizkörpern auf
• Den Christbaum mäßig feucht halten