Erstellt am 30. April 2012, 00:00

Junges Gemüse macht Appetit. ANBAU / Selbst gezogenes Gemüse schmeckt toll und bedarf keiner riesigen Anbaufläche. Sogar am Fensterbrett gedeihen Kräuter & Co.

Im Hochbeet ist ein üppiger Ertrag garantiert.  |  NOEN, NATUR IM GARTEN

VON TINA WESSIG

Selbst gezogene Paradeiser schmecken einfach besser als die aus dem Supermarkt. Speziell dann, wenn man sie im Sonnenschein pflückt und herzhaft hineinbeißt. Auch eigene Fisolen, eigene Karotten und eigener Salat sind mit gekaufter Ware nicht zu vergleichen. Außerdem: Was gibt es Schöneres, als knackiges Gemüse selbst anzubauen und zu ernten? Anbaumöglichkeiten gibt es viele: Dabei muss es nicht immer ein ausladendes Beet im Garten oder gar ein echter Nutzgarten sein – auch am Balkon und auf der Terrasse gedeihen frische Gemüsesorten prächtig.

Am Fensterbankerl  oder im Hochbeet
Selbst auf kleinstem Raum lassen sich die eigenen Gartenträume verwirklichen. Sogar in einem Blumenkisterl auf der Fensterbank finden Schnittlauch, Pflücksalat & Co. Platz.

Radieschen kann man im Abstand von zwei Wochen immer wieder anbauen, auch Rucola ist eine pflegeleichte Köstlichkeit.

Auf der Terrasse oder im Garten hingegen schaffen Hochbeete Arbeitsflächen in der Höhe, die den Garten nicht zuletzt als Gestaltungselemente bereichern.

Hochbeete sind Hingucker  und kleine Kraftwerke
Hochbeete liegen derzeit voll im Trend: Gemüse, Kräuter oder Beerenobst gedeihen üppig und können in angenehmer, weil rückenschonender Höhe bearbeitet und geerntet werden. Der Vorteil der Hochbeete liegt klar auf der Hand: Durch verschiedene Lagen im Beet entsteht bei der Verrottung Wärme, die der Saat zugute kommt. Das kann man sehen– und schmecken!

Muss ein Komposthaufen alle ein bis zwei Jahre umgeschichtet werden, so hat ein Hochbeet die beachtliche Lebensdauer von sieben bis acht Jahren, sofern die Materialaufschichtung eingehalten wird: Am Boden wird 40 Zentimeter hoch verholztes Pflanzenmaterial ausgebreitet, darauf werden 20 Zentimeter feine Äste gebettet. Wer kann, trägt darauf zehn Zentimeter Stallmist auf, dem Laub beigemengt werden kann. Dann folgen 20 Zentimeter Grobkompost und 15 Zentimeter Gartenerde und Feinkompost.

Sogar Wärme liebende Pflanzen aus dem Mittelmeerraum werden in diesem warmen Boden gut gedeihen. Denn die Temperatur im Hochbeet liegt immerhin bis zu acht Grad über jener des normalen Bodens. Der Vielfalt an Materialien, Formen und Bepflanzungen sind übrigens kaum Grenzen gesetzt: Ob aufwändig und dauerhaft oder kostengünstig und flexibel – für ein Hochbeet findet sich in jedem Garten ein Plätzchen! Als Materialien bieten sich Holz, Naturstein, Ziegel oder Weiden an, Letztere sehen – akkurat geflochten – besonders schön aus.