Erstellt am 01. Februar 2012, 14:05

Kältewelle lässt Gasverbrauch kräftig steigen. Wegen der klirrenden Kälte wird in Österreich derzeit kräftig eingeheizt. Der Gasverbrauch ist deswegen bei der Wien Energie gegenüber einem Durchschnittswintertag um 27 Prozent gestiegen und bei der EVN in Niederösterreich um über 20 Prozent.

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Wenn die Temperaturen von 0 auf minus 5 Grad sinkt, steigt der Heizbedarf um 25 Prozent, erklärte EVN-Pressesprecher Stefan Zach. Wegen der vergleichsweise warmen Monate Dezember und Jänner werden sich die Heizkosten voraussichtlich "nicht wesentlich ändern."

An den tiefen Temperaturen wird sich laut ZAMG aber vorerst nichts ändern, im Gegenteil: Vor allem die Tageshöchsttemperaturen werden immer weiter in Richtung Keller sinken. "Steigt" die Quecksilbersäule am heutigen Mittwoch im Osten noch auf drei, vier Grad minus, sind es am Donnerstag minus sechs und am Wochenende minus zehn Grad.

Die OMV und RAG melden indes volle Gasspeicher: "Die OMV ist für den weiteren Verlauf dieses Winters gut gerüstet. Unsere Erdgasspeicher sind sehr gut gefüllt. Die Versorgung Österreichs ist sicher gestellt", so OMV-Chef Gerhard Roiss zur APA. Die OMV hat Gas-Speicherkapazitäten für 2,3 Mrd. Kubikmeter und die RAG verfügt über rund 5 Mrd. Kubikmeter. "Unsere Speicher sind komplett gefüllt, seit heute Nacht haben wir die höchsten Ausspeicherraten aller Zeiten", so Markus Mitteregger, Generaldirektor der RAG. Pro Stunde fließe derzeit aus allen RAG-Speichern rund 1,5 Millionen Kubikmeter Gas, damit seien 70  Prozent der Gesamtleistung genutzt. "Es kann durchaus noch kälter werden", betonte der RAG-Geschäftsführer.

In den Speichern österreichischer Erdgasunternehmen sind derzeit laut Fachverband rund 7 Mrd. Kubikmeter Erdgas eingelagert. Das entspricht rund 85 Prozent des österreichischen Jahresbedarfs von 8,4 Mrd. Kubikmetern.