Erstellt am 02. Februar 2012, 13:20

Kältewelle: Tipps für niedrige Heizkosten. Die eisigen Temperaturen lassen Heizkörper und Energierechnung glühen. Doch einfache Maßnahmen wie Fensterabdichten oder Dämmen schaffen Abhilfe.

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Viel Energie, die wir für Raumwärme benötigen, wird wegen schlechter Dämmung und unzureichend eingestellten Heizungen verschwendet. Die Energie- und Umweltagentur hat Tipps, wie man mit wenig Geld über die kalten Tage kommt. Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf: „Die Expertinnen und Experten bei der Energieberatungshotline der Agentur informieren kostenlos und firmenunabhängig, wie man die eigenen vier Wände auch bei Rekordkälte mit wenig Aufwand angenehm warmhält. Mit den richtigen Maßnahmen können die Energiekosten mehr als halbiert werden.“ Die besten Maßnahmen sind laut DI Andrea Kraft, Energieberaterin der Energie- und Umweltagentur NÖ folgende:
  • Oberste Geschoßdecke dämmen
  • Heizkörper entlüften
  • Heizungsrohre dämmen
  • Heizung nicht verstellen
  • Fenster abdichten
  • Thermostatventile verwenden
  • Temperatur in nichtbenutzten Räumen und nachts absenken
Oberste Geschoßdecke dämmen
Die meiste Energie entweicht nach oben, die Dämmung einer schlecht gedämmten obersten Geschoßdecke macht sich daher besonders schnell bezahlt. Das Dämmmaterial ist günstig und kann leicht selber aufgelegt werden.
 
Heizsystem: Dämmen und optimieren
Wenn die Heizkörper gluckern oder gar nicht warm werden, kann das Entlüften helfen. Einfach das entsprechende Ventil an jedem Heizkörper bei eingeschalteter Heizung mit einem Entlüftungsschlüssel so lange öffnen, bis die Luft entwichen ist.
 
Ein warmer Heizraum im Keller verschwendet viel Energie. Durch das Dämmen der Heizungsrohre zum Beispiel gelangt die Wärme genau dorthin, wo sie gebraucht wird: In die Wohnräume. Die Rohrmanschetten dafür gibt es in jedem Baumarkt, die Installation ist besonders leicht.
 
Fenster abdichten
Spätestens wenn sich die Vorhänge bei geschlossenem Fenster von selbst bewegen ist es Zeit, etwas zu unternehmen. Bei manchen Fenstern kann sich der Einbau neuer Dichtungen lohnen, Dichtbänder zum Aufkleben können kurzfristig aushelfen. Auch neue Fenster sind eine Überlegung wert, moderne Drei-Scheiben-Verglasungen haben wesentlich geringere Wärmeverluste. Beim Neukauf sollte aber auch gleich an eine thermische Gesamtsanierung gedacht werden, so lassen sich die Fenster optimal in die Fassade integrieren.
 
Idealtemperatur für jedes Zimmer
Wenn manche Räume immer zu warm werden, hilft ein Thermostatventil: Das Ventil regelt die Heizung ab einer eingestellten Temperatur einfach ab. Außerdem müssen nicht alle Räume gleich beheizt werden: Wohnräume sollten auf ungefähr 22 Grad gehalten werden, Nebenräume können ruhig kühler sein. Andrea Kraft: „Höhere Temperaturen bedeuten mehr Energieverbrauch. Die Absenkung der Raumtemperatur um nur 1 °C bringt bereits eine Energieersparnis von 6 %!“

Die EnergieberaterInnen der Energie-  und Umweltagentur Niederösterreich bieten unter der Nummer 02742 22 144 praktische Tipps zum Sparen.