Erstellt am 07. Januar 2014, 23:59

Kritik an Ökostrom-Chaos. Landesrat Pernkopf kritisiert EDV-Zusammenbruch bei Ansuchen für Photovoltaikanlagen. Mit Biomasse-Energie werden bereits 110 Landesgebäude versorgt.

Landesrat Stephan Pernkopf und EVN-Vorstandssprecher Peter Layr: Grüne Wärme und Kälte für 110 Landesgebäude. Die EVN betreibt bereits über 60 Biomasseanlagen in ganz NÖ. NLK  |  NOEN, Nils Rotter
Von Martin Gebhart

Am 2. Jänner um 10 Uhr brach auch heuer wieder das Chaos aus: Wie im Vorjahr streikten die EDV-Systeme und verärgerten Tausende Firmen und Privatpersonen, die online um eine Ökostromförderung für Photovoltaikanlagen ansuchen wollten. Scharfe Kritik kommt deswegen von ÖVP-Umweltlandesrat Stephan Pernkopf: „Das Chaos um die Ökostrom-Förderung ist ein schlechter Start für die Energiewende im neuen Jahr.“

Erfahrungsgemäß ist die Ökostromförderung für die Photovoltaikanlagen aufgrund der großen Nachfrage rasch ausgeschöpft. Deswegen kommt es nach dem Jahreswechsel zum großen Ansturm. Die Ansuchen sind online bei der OeMAG (Abwicklungsstelle für Ökostrom AG) zu stellen. Trotz der negativen Erfahrungen aus dem Vorjahr funktionierte auch diesmal das EDV-System nicht. Pernkopf: „Wenn die OeMAG nicht in der Lage ist, eine Förderung verlässlich und kundenfreundlich abzuwickeln, stellt sie sich selbst in Frage.“ Seitens des Landes habe es für rund 3.000 Projekte positive Bescheide gegeben, jetzt müsse der Bund dafür sorgen, dass die Menschen auch zu ihren Fördermitteln kommen.

Ökostrom für rund  110 Landesgebäude

Positiv vermeldete Pernkopf, dass die Umstellung der Landesgebäude auf Ökostrom zügig voranschreite. Dabei gehe es aber um Biomasse. 110 Anlagen wurden schon auf diese umweltfreundliche Wärmeversorgung umgestellt. Mit Biomasse wird nun auch „Grüne Kälte“ zur Klimatisierung von Operationssälen bzw. Bettenstationen in den Landeskliniken erzeugt.