Erstellt am 01. April 2011, 09:40

Letzte Etappe für größtes Gasleitungsprojekt. Die sogenannte „Südschiene“ ist für die EVN das größte Gasleitungsprojektes in der Unternehmensgeschichte. Rund 120 Personen arbeiten zur Zeit am letzten Abschnitt kurz vor dem Semmering.

 |  NOEN, EVN
Dieser Bereich hat es noch einmal in sich. Die Experten erklimmen den Berg mit ihren 50 Tonnen-Seitenbaumraupen während sie ein 3,5 Tonnen schweres Rohr balancieren. So ein Rohr hat rund 800 mm Durchmesser eine Wandstärke von rund 10 mm und eine Länge von durchschnittlich 17 Metern. Insgesamt wurden bereits Rohre mit einem Gesamtgewicht von knapp 26.000 Tonnen verlegt. Bei Bereichen mit einer Steigung von bis zu 100 % erfordert dies von den einzelnen Mitarbeitern höchste Konzentration.

Trotz der gefährlichen Arbeiten kann Projektleiter Dipl.-Ing. Peter Zaruba eine erfolgreiche Zwischenbilanz ziehen: „Für uns steht das Thema Sicherheit an erster Stelle. Es freut mich sehr, dass wir beim gesamten Projekt noch keinen einzigen Arbeitsunfall hatten. Ich hoffe das bleibt auch bei den letzten Metern so.“

Das Projekt „Südschiene“
Um die Versorgungssicherheit im Süden (Nieder-) Österreichs auch in Zukunft zu gewährleisten, errichtet EVN die überregionale Erdgashochdruckleitung „Südschiene“.
Aufgrund von Kapazitätsengpässen im südlichen Österreich wurde dieses Projekt erarbeitet. Durch den Bau der Leitungen werden sämtliche Absatzanforderungen für Kraftwerke, Großverbraucher und Haushalte abgedeckt. Die Investitionskosten betragen rund 114 Mio. Euro.

EVN Vorstand Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr: „Der Bau der Südschiene ist eine wesentliche Maßnahme zur Erhöhung der Versorgungssicherheit in Niederösterreich und über die Landesgrenzen hinaus“.

Bis Herbst 2011 wird die 120 km lange Leitung von Gänserndorf bis an den Semmering fertig gestellt sein. Die Hochdruckleitung wird von Gänserndorf über Velm, Eggendorf und Peisching/Hohe Wand bis zur Übergabestation am Semmering geführt.