Erstellt am 23. Mai 2013, 14:26

Lichtspender für den Wohnraum. Die Fenster sind die Lichtspender für die eigenen vier Wände. Im Laufe der Jahrzehnte gab es eine stetige Entwicklung vom Altbau-Kastenfenster bis zum Kunststofffenster.

 |  NOEN, WODICKA
Obwohl ein Haus ohne Fenster für uns alle unvorstellbar ist, darf eines bereits bei der Planung nicht vergessen werden: Fenster zählen zu den teureren Bauteilen eines Hauses.
Die Entwicklung brachte bei den Fenstern eine Vielzahl an Typen hervor. Dabei werden vor allem einscheibenverglaste Fenster aufgrund ihrer schlechten Wärmedämmung nicht mehr verwendet. In Altbauten findet man auch heute noch Kastenfenster, welche aus einem inneren und einem äußeren Fensterflügel bestehen. Dabei stellt die dazwischenliegende Luft die Wärmedämmung dar. Diese Fenster werden noch bei Renovierung, aber nicht mehr in Neubauten, verwendet.
In den 1960er und 1970er Jahren waren die Verbundfenster, zwei Glasscheiben in einer Flügelkonstruktion, im Vormarsch. Diese werden heute durch Isolierglasfenster ersetzt. Sie bestehen aus einer wärmegedämmten Rahmenkonstruktion mit einem Isolierglaselement. Der Glaszwischenraum ist mit wärmedämmendem Edelgas gefüllt. Im Bereich des Neubaus werden nur Isolierglasfenster verwendet. Nur mit diesem Fenstertyp können die vorgeschriebenen Wärmedämmwerte erreicht werden. Daneben gibt es auch spezielle Fensterkonstruktionen, wie Brandschutz- oder schusssichere Fenster.
Neben unterschiedlichen Fenstertypen fällt die Entscheidung bei den Materialien für Fensterrahmen meist zwischen Holz, Kunststoff und Aluminium. Holzfenster gelten schon bei ihrer Herstellung als ökologisch sinnvoll, da wenig Energie eingesetzt wird.

Kunststofffenster sind am beliebtesten
Bei einem Neubau oder einem Fenstertausch wird meist auf Kunststofffenster zurückgegriffen. Diese verfügen über sehr gute Wärmedämm- und Schalleigenschaften. Die Mehrkammer-Hohlprofile, in denen Verstärkungen aus Aluminium oder Stahl verlaufen, sorgen für Stabilität. Durch die witterungsbeständige Oberfläche benötigen Kunststofffenster kaum Pflege.
Besonders im privaten Wohnbau setzte sich in den letzten Jahren der Trend zu Aluminiumfenstern durch. Diese gelten als pflegeleicht und beständig.
Besonders achten sollte man bei allen Fenstern auf den Einbruchsschutz. Neue Fenster sind meistens mit Sicherheits-Isolierglas ausgestattet. Bei diesen müsste ein Eindringling sehr lange auf das Fenster einschlagen, bis es ihm einen Zutritt zum Wohnraum gewährt. Da das Zerstören von Fensterscheiben meistens viel Lärm verursacht, versuchen viele Einbrecher, Fenster mit einfachem Werkzeug auszuhebeln. Abhilfe schaffen hier Aushebelsperren.
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