Erstellt am 06. Februar 2012, 13:28

Lieferantenwechsel bringt bis zu 297 Euro. Ein Wechsel des Strom- und Gaslieferanten kann heimischen Haushaltskunden bis zu 297 Euro Ersparnis pro Jahr bringen. Diesen bundesweiten Höchstwert können derzeit Verbraucher in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz erreichen, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag mit.

Das geringste Sparpotenzial gibt es aktuell mit 81 Euro im Jahr für Kunden in Tirol.

Vergleiche sind mit dem Tarifkalkulator der E-Control möglich. Indes fordert der Pensionistenverband Preissenkungen, da Großhandelspreis-Rückgänge bei Gas und Strom seit 2008 nicht ausreichend weitergegeben worden seien. Bei Strom allein können derzeit zwischen Standardanbieter und Billigstbieter zwischen 108 Euro (in Linz) und 11 Euro pro Jahr (in Tirol) eingespart werden, bei jährlich 3.500 Kilowattstunden (kWh) Verbrauch. Im Schnitt geben Österreichs Haushalte im Jahr zwischen 582 (Tirol) und 714 Euro (OÖ) für Strom aus, so das Ministerium.

Bei Erdgas können je nach Region pro Jahr zwischen 200 Euro (Linz) und 15 Euro (in Tirol) bei einem Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum Billigstbieter eingespart werden, auf Basis eines Haushalts mit 15.000 kWh Verbrauch im Jahr.

Mit 1. Februar um 6,9 Prozent erhöht hat übrigens die Salzburg AG ihren Energiepreis, wie aus der Aussendung des Wirtschaftsministeriums hervorgeht. Zum gleichen Zeitpunkt hat die Salzburg AG bei Strom ihren Energiepreis um 2,66 Prozent gesenkt, die Tiroler Tiwag um 4,24 und die Innsbrucker Kommunalbetriebe um 4,57 Prozent.

Die zwischen Juli 2008 bis Jänner 2012 angefallenen Verbilligen bei den Großhandelspreisen - von 11,8 Prozent bei Strom und 10,3 Prozent bei Gas - seien nicht an die Kunden weitergegeben worden, übte am Montag der Konsumentensprecher vom Pensionistenverband Österreichs (PVÖ), Harald Glatz, Kritik an den Energielieferanten. Denn im gleichen Zeitraum seien die Endverbraucherpreise bei Strom um bis zu 21,7 Prozent gestiegen, bei Gas um 4,4 bis sogar 35,2 Prozent.