Erstellt am 07. Dezember 2011, 14:14

Mehr erneuerbarer Strom in Österreich. Der Energieregulator E-Control hat am Mittwoch seinen Stromkennzeichnungsbericht 2011 veröffentlicht: Demnach hat sich 2010 der Anteil der erneuerbaren Energieträger um 5,3 Prozent erhöht, jener des Stroms aus fossilen Quellen sowie der Elektrizität "unbekannter Herkunft" ist dagegen zurückgegangen.

Auch die Belastung des Klimas durch CO2-Emissionen und sowie die Menge des dabei entstehenden radioaktiven Abfalls hat sich laut dem Bericht verringert.

Konkret ist der Strom im vergangenen Jahr zu 67,4 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern (z.B. Wasserkraft, Biomasse) erzeugt worden, 17,6 Prozent entfielen auf fossile Energieträger und 14,7 Prozent auf "Strom unbekannter Herkunft". Die Herkunft dieses "Graustroms", in dem sich auch der Atomstrom verbirgt, kann nicht durch Nachweise belegt werden. Der fossile Anteil ist im Vergleich zum Jahr davor um 2,5 Prozent gesunken und der Anteil an Strom unbekannter Herkunft um 2,8 Prozent zurückgegangen.

Die durchschnittlichen Umweltauswirkungen betragen 154,73 Gramm CO2 pro Kilowattstunde. Sie haben sich damit gegenüber dem Jahr davor verringert (195,16 Gramm). Der von der E-Control ausgewiesene radioaktive Abfall ist laut Bericht von 0,000137 g/kWh auf 0,000106 g/kWh gesunken. Die Erklärung: "Der Rückgang bei den CO2-Emissionen ist auf den geringeren Anteil an fossilen Energieträgern zurückzuführen. Jener des radioaktiven Abfalls auf den geringeren Anteil an Strom unbekannter Herkunft."

Die E-Control erkennt im vergangenen Jahr einen starken Anstieg aller Ökostromanbieter, die nun einen Anteil an der Gesamtabgabemenge aus öffentlichen Netzen von 14 Prozent haben. Die Zahl der Anbieter, die Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien anbieten, ist laut E-Control von 22 auf 35 gestiegen.