Erstellt am 22. März 2013, 12:42

Mit allen Sinnen. Wer einen Garten oder Balkon hat, kann sich sein eigenes duftendes Reich erschaffen. Düfte scheinen magische Kräfte zu besitzen.

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Innerhalb kürzester Zeit können sie längst vergessene Erinnerungen wachrufen, sie beruhigen, regen an oder entführen aus dem Alltag. Während eine Pflanze beim Betreten eines Gartens vielleicht noch gar nicht zu sehen ist, kann man manchmal schon ihren Duft wahrnehmen. Duftende Blüten sind eine kluge Strategie von Mutter Natur, denn so können Pflanzen auch unter schwierigen Bedingungen, etwa in der Dunkelheit, Bestäuber anlocken. Eine der bekanntesten Duftpflanzen, speziell im ländlichen Bereich, ist der Flieder. Seine großen Blütenrispen verströmen einen intensiven Duft. Von reinem Weiß über Rosa bis hin zu dunklem Purpurrot reicht die Palette der Blütenfarben. Der anspruchslose Flieder eignet sich nicht nur für den Einzelstand, er wird auch gerne für Blütenhecken verwendet. Als Alternative zum mehrere Meter hoch werdenden Edel-Flieder können in kleinen Gärten auch Arten gepflanzt werden, die nur etwa einen Meter Höhe erreichen, zum Beispiel der Zwerg-Duftflieder.

Viel Duft und Farbe auf kleiner Fläche
Duftende Kletterpflanzen sind eine gute Lösung, wenn Platz knapp ist. Der Blauregen benötigt nur wenig Grundfläche und kann viele Meter hoch werden. Er bildet bis zu 50 Zentimeter lange, duftende Blütentrauben, meist in intensiven Blautönen. Es gibt auch Sorten, die rosa oder weiß blühen. Anders als Efeu oder Wilder Wein bildet der Blauregen keine Haftorgane, sondern klettert in der Natur an anderen Pflanzen in die Höhe. Er benötigt daher im Garten eine stabile Kletterhilfe. Weil er sehr kräftig wächst, ist er ideal, um Pergolen oder Laubengänge zu umranken.
Neben dem Flieder gehört der Lavendel zu den bekanntesten Duftpflanzen. In der Provence wird er großflächig zur Parfümherstellung gepflanzt. Neben Lavendelsorten in schönen Blau-und Violetttönen gibt es auch weiß- oder rosa blühende Sorten. Lavendel lässt sich vielseitig verwenden, auch als kontrastreicher Begleiter von Rosen, als niedrige Hecke oder zusammen mit Stauden. Weil Lavendel relativ niedrig bleibt, ist er die ideale Duftpflanze für sonnige kleine Gärten.

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