Erstellt am 18. April 2016, 20:43

von Judith Jandrinitsch

Mit dem grünen Daumen. Zum 29. Mal ruft das Land Burgenland Gemeinden und Hobbygärtner zur Teilnahme am Blumenschmuckwettbewerb auf.

Freuen sich auf eine rege Beteiligung am Bewerb: Franz Hautzinger, Präsident der burgenländischen Landwirtschaftskammer, Landesrätin Verena Dunst, der Präsident der burgenländischen Gärtner, Albert Trinkl, Landesrätin Astrid Eisenkopf, Landtagsabgeordneter Johann Richter und Raika-Generaldirektor Rudolf Könighofer.  |  NOEN, Judith Jandrinitsch
Das Land blüht auf – und die Pressekonferenz mit Landesrätin Verena Dunst (SPÖ), Landesrätin Astrid Eisenkopf (SPÖ) und  Landtagsabgeordneten Johann Richter (FPÖ), der Landesrat Alexander Petschnig vertrat, gab den Startschuss dafür. „Wir suchen wieder die schönsten, gepflegtesten und farbenprächtigsten Gemeinden des Burgenlandes.

Ich freue mich, dass meine Regierungskollegen mitmachen, einen herzlichen Dank dafür“, sagte Verena Dunst zu Beginn der Pressekonferenz. Den Aspekt des ökologischen Gärtnerns und der Verwendung von regionalen, im Inland gezüchteten Pflanzen bringt Astrid Eisenkopf ein, für den Tourismus zeichnet Johann Richter verantwortlich. Als Trägerorganisation konnte wieder die Burgenländische Landwirtschaftskammer gewonnen werden, die Burgenländischen Gärtner stehen den Kommunen wieder mit Rat und Tat zur Seite, und das unentgeltlich. Das garantierte am Podium der Präsident der österreichischen und burgenländischen Gärtner, Ökonomierat Albert Trinkl.

Dieses Jahr zeichnet sich derWettbewerb durch zwei Neuheiten aus. Erstmals wird ein Sonderpreis für ökologisches Gärtnern mit natürlichen Pflanzenschutzmitteln ausgelobt, und auch Hobbygärtner können heuer unter dem Motto „Direkt vor der Tür“ gewinnbringende Einblicke in ihre Gärten erlauben. Das Preisgeld für den Wettbewerb kommt aus den Töpfen der drei Landesräte. Jedes Büro stellt dafür 10.000 Eurozur Verfügung, den Wettbewerb der Hobbygärtner unterstützt die Raika Burgenland mit einer kräftigen Finanzspritze.

Während Landesrätin Dunst schon aus der burgenländischen Dorferneuerung Erkenntnisse über die Wichtigkeit der grünen öffentlichen Raumgestaltung gewonnen hat, bekannte Landesrätin Astrid Eisenkopf: „Der Bewerb ist fast so alt oder jung wie ich selbst. Doch ich bin überzeugt davon: ein attraktives Ortsbild steigert die Lebensqualität der Bevölkerung.“ Dass  Eisenkopf heuer den Wettbewerb unterstützt, verdeutlicht, wie wichtig das Thema ökologisches Gärtnern geworden ist. „Wir wollen zeigen, dass es auch ohne das giftige Spritzen mit Herbiziden geht. Wir müssen die alternativen Möglichkeiten aufzeigen und nutzen“.

Richter betonte, der Bewerb sei „Ausdruck der Regionalität und Identität des Burgenlandes.“ Der Tourismus könne durch den Bewerb vor allem dadurch profitieren, "dass das Burgenland durch den Wettbewerb nicht nur schöner, sondern auch bekannter wird.“ Der Präsident der burgenländischen Landwirtschaftskammer betonte, dass der Blumenschmuckwettbewerb das Burgenland zum Wohlfühlland mache. „Die Gärtner sind unsere Mitglieder, sie gehören zur Landwirtschaft dazu, sie produzieren. Wir wollen erreichen, dass die Teilnehmer am Bewerb heimischen, regionalen Pflanzen den Vorzug geben.“

Denn leicht hätten es die Gärtner nicht. „22 Gartenbaubetriebe gibt es noch im Burgenland. Sie bewirtschaften 70 Hektar und erwirtschaften jährlich einen Produktionswert von 20 Mio. Euro. „Wenn etwas nicht selbst gezüchtet wird, dann kaufen wir es z.B. von Kollegen in Niederösterreich ein. Holländische oder deutsche Ware aber sicher nicht“, betont Albert Trinkl, der Präsident der burgenländischen Gärtner. Obwohl die burgenländischen Gärtner unter großem Konkurrenzdruck stehen, ist die fachgerechte Beratung für die am Wettbewerb teilnehmenden Kommunen kostenlos.

„Die Jury schaut sich heuer das ganze Umfeld an, Parks alte Bäume, Biotope, etc. Und was mich besonders freut: Das Garteln fördert auch die Kommunikation in den Gemeinden – es ist schön, wenn die Leute wieder mehr miteinander reden", ist Trinkel überzeugt.