Erstellt am 13. Mai 2014, 10:04

Nasse Sophie bringt Sturm, kräftigen Regen und Schnee. Im Osten und Süden drohen schwere Sturmböen, in den Nordalpen schneit es bis 1000 Meter.

Die nasse Sophie wird heuer ihrem Namen gerecht. Ein mächtiges Sturmtief über der Balkanhalbinsel führt am Donnerstag jede Menge feuchtkühle Luft in den Ostalpenraum. „Zunächst regnet es vor allem den Nordalpen entlang immer wieder, am Nachmittag kommt dann aus Osten vermehrt Regen auf“, berichtet Meteorologe Thomas Rinderer von wetter.tv. In der Folge regnet es besonders vom Burgenland bis zum Salzkammergut teils anhaltend und kräftig. „Am Freitag schüttet es weiter, erst am Samstag lässt der Regen im Tagesverlauf nach. Bis dahin können 80 bis 130 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen kommen“, so Rinderer. „In den Nordstaulagen Öber- und Niederösterreichs sind sogar bis zu 150 Liter pro Quadratmeter möglich.“

Schnee bis rund 1000 m

Bei diesen großen Regenmengen binnen weniger Tage besteht eine entsprechend hohe Überschwemmungsgefahr. „Es wird aber sehr kalt für die Jahreszeit, wodurch oberhalb von rund 1000 m der Niederschlag als Schnee fällt und so vorerst gebunden wird. Kleine Überflutungen sind dennoch zu erwarten“, warnt Rinderer.

Orkanartige Sturmböen im Osten und Süden

Bedrohlicher als die kräftigen Regenfälle ist der aufkommende Sturm, der bereits am Mittwochmorgen in Fahrt kommt und am Donnerstag seinen Höhepunkt erreichen wird: „Von Mittwoch bis Freitag sind im Osten und in den Nordföhntälern im Süden Sturmböen zwischen 80 und 100 km/h zu erwarten. Am Donnerstag können von der Semmering-Wechselregion bis hin zum Steirischen Randgebirge, sowie in den Nordföhntälern mit bis zu 110 km/h sogar einzelne orkanartige Böen gemessen werden“, so der Wetterexperte. Ein solches Sturmereignis ist zu dieser Jahreszeit wesentlich gefährlicher als während des Winterhalbjahres. „Die belaubten Bäume bieten dem Wind eine größere Angriffsfläche. Dicke Äste werden abbrechen, teils können ganze Bäume entwurzelt werden.“

Wetterbesserung erst in der neuen Woche

Etwas wetterbegünstigt bleibt der Westen des Landes, aber auch dort herrscht bis zum Wochenende meist unbeständiges und kühles Wetter vor. „Der Sonntag bringt aus heutiger Sicht in Vorarlberg und in Tirol sowie im Donauraum meist trockenes Wetter und die Sonne zeigt sich generell wieder öfter“, so Rinderer. „Am Montag kann sich dann der Sonnenschein in fast allen Regionen des Landes durchsetzen und die Temperaturen beginnen zu steigen.“