Erstellt am 10. Mai 2013, 11:00

Natur leben und erleben. Naturgarten / Mit der Gestaltung eines eigenen Gartens erfüllt sich für viele Menschen ein lang ersehnter Traum. Eine Trendwende ist erkennbar: Gärtnern mit der Natur steht hoch im Kurs.

Üppig, rein und ökologisch: Die Anlage eines Naturgartens ist mit etwas Fingerspitzengefühl keine Hexerei, im Gegenteil: Wer der Natur mit all ihren Nützlingen Platz schafft und Zeit gibt, bei dem bedankt sie sich mit reicher Blütenfülle. Und Schädlinge werden ganz ohne Chemie im Zaum gehalten. NIG/A. Haiden  |  NOEN, Alexander Haiden 2009
Von Tina Wessig

Viele Pflanzen- und Tierarten in unserer Heimat werden immer rarer. Gut, dass es die Hobbygärtner gibt, denn viele von ihnen möchten wenigstens ihren Garten zum Refugium schaffen. Um den ökologischen Ansprüchen ebenso wie den ästhetischen gerecht zu werden, muss auch im Naturgarten gejätet, gemäht, gesät und gepflanzt werden. Als Synthese von Natur und Kultur sorgt solch ein Garten dann für deutlich mehr Lebensqualität, Gemütlichkeit sowie sinnlicher Anregung.

Die Vielfalt beginnt schon im Kleinen. Mit einem gut geplanten Relief und der richtigen Bepflanzung kann ein Standort belebt werden, und zwar so, dass sich Menschen, Blumen und Tiere dort gleichermaßen geborgen fühlen. Werden die Ansprüche einer Pflanze an Boden und Klima ernst genommen, lassen sich geschwächte, kränkelnde Pflanzen, die gegenüber Krankheiten oder Schädlingen anfällig sind, vermeiden.

Als grüne Säulen des Naturgartens bieten Gehölze offenen Flächen Windschutz und Halt. Abseits von Wegen, Liege- oder Spielplatz sind blühende Wiesen eine nahe liegende Alternative zum akkurat getrimmten Rasen. Fehlt dafür der Platz, erlauben Sie Gänseblümchen, Ehrenpreis und Co. ruhig ein Dasein im Blumenrasen.

Für wilde Ecken mit robusten Beikräutern, – der Naturgärtner spricht nicht von Unkraut! –, für etwas Laub im Winter und abgestorbenes Pflanzenmaterial werden sich zahlreiche bunte Schmetterlinge und andere Insekten bedanken.

„Biologischer“ Pflanzenschutz heißt aber nicht, nichts zu tun, sondern genau zu wissen wann, wo und welche Maßnahmen zu setzen sind: Um eine schädlingsfördernde Monokultur zu vermeiden, sollten etwa zwischen Mischkulturen von Gemüse, Beerenobst, Tee- und Würzkräutern auch Blumen Platz finden, ebenso wie umgekehrt Gemüse oder Kräuter an leeren Stellen im Blumenbeet. Da können Schädlinge lange suchen, bis sie ihre Wirtspflanzen finden!

Im Naturgarten wird aber nicht nur gepflanzt und gegärtnert, sondern auch gebaut und strukturiert. Elemente aus Holz und Stein prägen das Erscheinungsbild jedes Gartens. Weil auch sie Lebensräume sind, sind schon Maßnahmen wie umweltfreundliche Materialien umso wichtiger: Holzzäune, die Tiere durchschlüpfen lassen, Ufer, die keine Fallen darstellen, Natursteine, in deren Ritzen Leben möglich wird.

Ein tolles Strukturelement ist etwa eine Stützmauer mit größeren Steinen aus der Region ohne Verwendung von Mörtel: Dann bieten die Fugen ideale Plätze für tierische und pflanzliche „Trockenheitsspezialisten“.

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