Erstellt am 17. Oktober 2013, 11:32

Naturwärme für Strasshof. Die Klimabündnisgemeinde beauftragte die EVN mit der Errichtung eines Biomassefernheizwerkes.

EVN-Projektleiter Dominik Jarmer, Bürgermeister Ludwig Deltl und der Prokurist der EVN-Wärme Andreas Oberhammer beim Spatenstich für das neue Biomassefernheizwerk (v.l.n.r.). Foto: EVN/Reinhard Judt  |  NOEN, EVN/Reinhard Judt
In der Gemeinderatssitzung im Dezember 2012 wurde nach Ausschreibung einstimmig die EVN mit der Errichtung und dem Betrieb einer Fernwärmenahversorgung für die Europamittelschule und umliegende gemeindeeigene Gebäude beauftragt.

Ziel von Ortschef Deltl: Öffentliche Gebäude beim Gutshof ökologischer machen

Für die nachhaltige Versorgung beabsichtigt die EVN nun den Neubau eines Biomassefernheizwerkes. Der geplante Standort liegt beim Bahnacker im Bereich des Feldweges, wo die entstehenden Wohnhausanlagen ebenfalls versorgt werden.
 
Bürgermeister Ludwig Deltl ist ein Verfechter von ressourcenschonender und erneuerbarer Energie und versucht, öffentliche Gebäude beim Gutshof ökologischer zu machen: „Teilweise wird dies durch Sanierungen mit entsprechender Dämmung sowie Umstellung auf LED-Lampen und eben durch den Einsatz von Bioenergie erreicht.“

„Fernheizwerk wird jährlich rund 600 Tonnen CO2 einsparen“

Neben diesen ökologischen Gründen eröffnet die Nutzung der Naturwärme auch attraktive Förderungsmöglichkeiten für Neubauten. Strasshof ist seit rund acht Jahren eine aktive Klimabündnisgemeinde.

„Das geplante Biomassefernheizwerk wird jährlich rund 600 Tonnen CO2 einsparen und damit die Klimaschutzziele von Strasshof unterstreichen“, ist Deltl stolz, dass seine Gemeinde als Klimabündnispartner hier Wertvolles und Nachhaltiges für die Umwelt, sowie die Bürgerinnen und Bürger Strasshofs, leistet.
 

Das Biomassefernheizwerk:

Es werden zwei Biomassekessel mit einer Leistung von 400 kW und 200 kW samt Pufferspeicher zur Abdeckung der Stundenspitzen installiert. Zusätzlich steht ein Erdgaskessel als Ausfallsreserve, während Wartungsarbeiten und zur Spitzenlastabdeckung an sehr kalten Wintertagen im Gemeindehaus Schönkirchner Straße, zur Verfügung.
 
In dieser modernen Anlage werden künftig jährlich Waldhackgut aus der Region zur klimaschonenden Energieerzeugung eingesetzt. Durch das großzügig dimensionierte Biomasse-Lager kann der Betrieb am Wochenende ohne LKW Anlieferung aufrechterhalten werden. Es wird maximal ein LKW alle drei Werktage benötigt.
 
Andreas Oberhammer, Prokurist der EVN Wärme, betont: „Als heimischer Energieversorger ist EVN bemüht durch nachhaltige Nutzung der heimischen Ressourcen zum Klimaschutz beizutragen. Die Gemeinde wird mit dieser Anlage einen wichtigen Beitrag dazu leisten.“