Erstellt am 30. April 2012, 10:37

Niederösterreicher entwickelte Hybrid-Solarkollektoren. Ein aus Niederösterreich stammender Student der Fachhochschule Wels hat in Australien an der Entwicklung von Hybrid-Solarkollektoren mitgewirkt, die in etwa zwei Jahren in Serie gehen können.

Sie sollen gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. Das berichtete die Fachhochschule in einer Presseaussendung am Montag. Alois Resch, der aus Sonntagberg im Mostviertel in Niederösterreich stammt und in Wels Öko-Energietechnik studiert, arbeitete im Wintersemester an der Australian National University (ANU) in Canberra in einem internationalen Forschungsprojekt zur Effizienzsteigerung von Hybrid-Solarkollektoren mit. Sie werden derzeit noch kaum produziert und installiert. Denn die Photovoltaikzelle braucht eine kühle Umgebung, der thermische Sonnenkollektor soll hingegen möglichst viel Wärme erzeugen. Das Team in Australien löst das Problem mit einem neuartigen Verfahren: "Spectral Splitting". Dabei wird das Sonnenlicht in die Spektralfarben aufgespalten. Der Teil, den die Photovoltaik gut verarbeiten kann, geht dorthin. Der Rest wird thermisch verwertet.

Resch entwickelte und baute an der ANU in Canberra bei bestem Sonnenlicht den Prototyp eines für Hausdächer tauglichen Hybrid-Kollektors auf und verfasste darüber seine Masterarbeit. Die Testergebnisse zeigten eine um 15 Prozent verbesserte Leistung. Die Forscherkollegen waren von seiner Arbeit so angetan, dass sie eine Dissertationsstelle in Aussicht gestellt haben. Der 32-Jährige hat nach der HTL Waidhofen an der Ybbs im Bereich Fahrzeugelektronik für Bosch in Wien gearbeitet. Im Alter von 27 Jahren hat er aus Interesse das Öko-Energietechnik-Studium an der Fachhochschule Oberösterreich Campus Wels begonnen und steht nun kurz vor dem Abschluss.