Erstellt am 12. Dezember 2011, 13:49

Ökostrom-Kosten steigen nur noch bis 2015/16. Die Kostenbelastung auf der Stromrechnung für die heimischen Haushalte durch die Subventionierung von Ökostrom soll nach 2015/16 nicht mehr weiter steigen. Bis dahin sei aber noch mit einem Anwachsen der jährlichen Kosten von heuer 36 Euro auf dann 53 Euro pro Haushalt zu rechnen, erklärte der für Energie zuständige Wirtschaftsminister Mitterlehner am Montag.

Die Kostenbelastung auf der Stromrechnung für die heimischen Haushalte durch die Subventionierung von Ökostrom soll nach 2015/16 nicht mehr weiter steigen. Bis dahin sei aber noch mit einem Anwachsen der jährlichen Kosten von heuer 36 Euro auf dann 53 Euro pro Haushalt zu rechnen, erklärte der für Energie zuständige Wirtschaftsminister Mitterlehner am Montag.

Die Ökostrom-Kosten seien in Österreich vergleichsweise niedrig, in Deutschland waren es im Vorjahr bereits 72 Euro, Tendenz steigend. E-Control-Chef Martin Graf nannte für heuer für Deutschland eine Größe von 120 Euro pro Haushalt.

Nicht mehr weiter steigen sollen die Kosten 2015/16, weil Altanlagen aus der Förderung herausfallen, wie dies je nach Modell nach 13, 15 oder 20 Jahren der Fall ist. Zunächst steigt der Förderaufwand noch kumuliert um knapp 100 Mio. Euro an, so Graf, da ja für Neuanlagen jährlich 21 Mio. zusätzlich nötig seien.

Bei der Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien ist Österreich in Europa Spitzenreiter: 2010 betrug der Anteil bei der Abgabe an Endverbraucher über das öffentliche Netz 79,3 Prozent - davon allein 65,3 Prozentpunkte aus nicht geförderter "Großwasserkraft".

Der Anteil des geförderten Ökostroms stieg von 9,7 auf 10,7 Prozent. Davon stammte im Vorjahr ein Drittel aus Windkraft. Ein weiteres Drittel kam aus Biomasse und ein Fünftel aus Kleinwasserkraft. Photovoltaik steuerte lediglich 0,05 Prozentpunkte bei. Durch "Optimierungen" mit der letzten Ökostromgesetz-Novelle werde der 10,7-Prozent-Anteil in einigen Jahren bis auf 17,7 Prozent klettern, so Mitterlehner.