Erstellt am 28. Mai 2012, 00:00

Opulentes Farbenspiel. BUNTE GÄRTEN / Eintönigkeit ist im Garten definitiv fehl am Platz. Bunte, blühende Vielfalt ist vielmehr angesagt. Sowohl bei der Pflanzenverwendung als auch bei der Art der Gartennutzung.

VON TINA WESSIG

Wahre Kunstwerke sind Gärten, in denen eine Schmuckfarbe dominiert. Ob dies edles Weiß, sonniges Gelb oder unbekümmertes Rosa ist. Aber: Der Garten ist doch in erster Linie ein naturnaher Erholungsraum für den Menschen, genauso wie Lebensraum und Heimat für viele Pflanzen und Tiere. Durch einen sorgsamen Umgang mit der Natur wird erst die umweltfreundlich gepflegte, lebendige Vielfalt erlebbar und spürbar.

Ein Garten will mit allen  Sinnen genutzt werden
Im bunten Garten blühen Ringelblumen neben Salat, bauen Vögel ihr Nest im Weißdorn, schweben Libellen über dem Wasser und die Eidechsen verstecken sich im Steinhaufen. Für sie alle ist Platz, sie erfüllen den Garten mit Leben und gestalten ihn abwechslungsreich.

Klarerweise gibt es in einem Naturgarten Platz zum Sitzen, Träumen & Entspannen, auch die Kinder können toben und spielen. Gemüsegarten, Obstbäume und Beerensträucher verwöhnen den Gaumen mit frischem Obst und Gemüse der Saison.

Eine Wildstrauchhecke erfreut nicht nur den Menschen mit Blütenpracht, Früchten und bunten Farben im Herbst. Sie ist außerdem ein wertvoller Lebensraum für Tiere, denen sie Unterschlupf und Nahrung bietet. Besonders wertvoll sind heimische Gehölze: je vielfältiger die Artzusammensetzung, desto besser.

Die Vielfalt spielt bei der Gartengestaltung im Naturgarten eine große Rolle, deshalb ist auch im Nutzgarten eine Fülle an Arten und Sorten zu finden. Im Gemüsebeet strahlen Chili, Paprika, Paradeiser oder Kürbisse in den kräftigsten Farben um die Wette. Rot-weiß geringelte Rüben, violette Karotten oder außergewöhnliche Gemüse wie die Zuckerwurzel wollen gepflanzt werden. Zur Auswahl, Pflege und Ernte der unbekannteren Kostbarkeiten beraten übrigens die Experten von „Natur im Garten“.

Noch ein Tipp: Bunte Gärten, Vielfalt und Lebensfreude – zu diesem Thema gibt es heuer einen Fotowettbewerb der Aktion „Natur im Garten“. Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.naturimgarten.at .
 


 

Mischkultur: Heilsames Durcheinander

- Gemüsearten, Kräuter und Wildstauden werden bewusst zu einer bunten Vielfalt durchmischt. Verschiedene Pflanzen schützen einander vor Schädlingen und Krankheiten – und fördern einander im Wachstum.
- Bekannt ist die Mischkultur aus Zwiebeln und Karotten: So werden Zwiebel- und Möhrenfliege ferngehalten, und das ist gesund für die Pflanzen, die Tiere und schlussendlich auch für den Menschen.
- Probieren Sie einmal die Pflanzenkombination Salat neben Krautpflanzen und Radieschen, das wirkt gegen Erdflöhe.
- Tagetes wehren u. a. schädliche Fadenwürmer im Boden ab.