Erstellt am 13. September 2010, 10:37

Paradiesische Früchte. BRAUNFÄULE / Das feuchte Wetter hat zur Folge, dass sich auf vielen Paradeiser-Pflanzen ein Pilz ausbreitet. So kann man der Kraut- oder Braunfäule begegnen & besseren Ertrag erzielen.

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Was wäre ein frischer Salat ohne Paradeiser? In formen- und farbenreichen Varianten sind sie aus dem Garten nicht wegzudenken. In regnerischen Zeiten wie diesen können sie jedoch von Kraut- und Braunfäule befallen werden. Der Pilz wächst zunächst auf älteren Blättern und vermehrt sich später auch auf den Früchten. Er verursacht graugrüne bis braune Flecken auf der Blattunterseite, die durch hellen Pilzflaum begrenzt sind.

Damit eine bessere Ernte ins Haus steht, hier einige Tipps:
• Der beste Schutz ist – neben ausreichendem Abstand zu Kartoffelkulturen – das Vermeiden von nassen Blättern. „Tomatenhauben“ schützen vor Feuchtigkeit und in Folge vor Krankheiten. Die Folien werden über die Pflanzen gestülpt und unten locker zusammengebunden.
• Um einen Hitzestau zu verhindern, kann das Mini-Treibhaus bei großer Sonneneinstrahlung etwas belüftet werden. Aber auch ein selbst gebautes Foliendach reicht vollkommen aus. In klimatisch ungünstigen Regionen lassen sich beachtliche Ernten auch entlang einer südseitigen Wand erzielen.

• Werden dennoch Blätter befallen, sollten diese sofort entfernt und im Restmüll entsorgt werden, damit sich der Pilz nicht weiter verbreiten kann.
• Als weitere Maßnahme empfiehlt es sich, die Pflanzen jedes Jahr an einer anderen Stelle auszusetzen, denn Pilzsporen stecken zumeist im Boden der Pflanzstelle des letzten Jahres.
• Die Pilzsporen haften gerne auch an Holzstangen, deshalb im Frühling für die kommende Ernte lieber geputzte Metallstangen verwenden.

• Am besten ist es, in der Fruchtfolge eine Anbaupause von drei Jahren einzuhalten.
• In dieser Zeit sollten Sie an dieser Stelle auch keine anderen Nachtschattengewächse pflanzen.
Inzwischen gibt es zwar auch Resistenzzüchtungen, die aber leider nicht alle geschmacklich überzeugen. Veredelte Tomaten dagegen bringen höhere Erträge und sind unempfindlich gegen Nematoden und Welkkrankheiten.
• Mit Ackerschachtelhalm-Brühe stärken Sie Pflanzen vorbeugend: Dazu ein Kilo frisches bzw.  250  Gramm  getrock-
 netes Kraut in zehn Litern Wasser für etwa 24 Stunden stehen lassen. Diese Brühe dann rund 15 bis 20 Minuten leicht köcheln lassen und nach dem Abkühlen abseihen. Im Verhältnis 1 zu 5 verdünnen, alle zwei bis drei Wochen morgens damit das Gemüse spritzen oder besser gleich gießen.