Erstellt am 26. April 2012, 14:38

Rekord-Run auf Solarförderung. Wer sich seine Solaranlage vom Staat subventionieren lassen will, braucht gute Nerven und eine gehörige Portion Glück. Heuer hat der Andrang auf die Photovoltaikförderung des Klimafonds nach Angaben des Branchenverbands PVA überhaupt alle Rekorde gebrochen. In der Steiermark waren die Mittel nach 40 Sekunden vergeben, im Vorjahr hatte das Rennen "immerhin" 66 Sekunden gedauert.

Wer sich seine Solaranlage vom Staat subventionieren lassen will, braucht gute Nerven und eine gehörige Portion Glück. Heuer hat der Andrang auf die Photovoltaikförderung des Klimafonds nach Angaben des Branchenverbands PVA überhaupt alle Rekorde gebrochen. In der Steiermark waren die Mittel nach 40 Sekunden vergeben, im Vorjahr hatte das Rennen "immerhin" 66 Sekunden gedauert.

2012 stehen dafür nur mehr 25,5 Mio. Euro zur Verfügung - um knapp 20 Mio. Euro weniger als im Jahr davor, als es noch 45 Mio. Euro gewesen waren. Das Ministerium begründete dies vorige Woche mit den angeblich stark gesunkenen Anlagenkosten, man könne mit den geringeren Mitteln etwa gleich viele Anlagen fördern.

Österreichweit sind allerdings wohl wieder tausende Antragsteller leer ausgegangen. Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria sieht jedenfalls nicht ein, "warum man österreichweit an die 50.000 Antragsteller abweist, obwohl sie mit ihrer Investitionsbereitschaft wirkliche Green Jobs schaffen, die die Wirtschaft beleben und zusätzliche Steuereinnahmen bringen". Er ortet "akuten" Handlungsbedarf der Politik, Bundeskanzler Faymann und dessen Vize Spindelegger sollten ein "konkretes Machtwort sprechen".

Die Antragsfrist für die Förderung hat am Montag begonnen und war nach Bundesländern gestaffelt. Recht viel mehr Zeit als die Steirer hatten auch Förderwerber in den anderen Bundesländern nicht. In Niederösterreich war der Topf laut PVA nach drei Minuten ausgeschöpft, in Oberösterreich schon nach eineinhalb Minuten und Tirol binnen 60 Sekunden. Vielerorts ist es dem Vernehmen nach außerdem zu Verbindungsproblemen - wohl infolge von Serverüberlastungen - gekommen.