Erstellt am 27. August 2012, 00:00

Spaziergänger. VON TINA WESSIG

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VON TINA WESSIG

Dass der Herbst bevorsteht, lässt sich nicht mehr leugnen. An den Abenden wird es schon deutlich früher dämmrig. Obst und Gemüse sind reif oder gar schon geerntet – der kluge Gärtner weiß aber, dass nach der Winterruhe ein prachtvolles neues Gartenjahr ansteht. Damit die Sehnsucht nach Farbe schon im meteorologischen Spätwinter gestillt werden kann, sollten jetzt jene Frühjahrsblüher gepflanzt werden, die mit ihren Köpfchen bald nach der Schneeschmelze den Boden durchstoßen.

Das sind neben Schneeglöckchen, Hyazinthen und Krokussen natürlich auch die Tulpen. Sie werden in immer mehr Farbvarianten angeboten, manche duften sogar. Und wer die Papageien-Tulpen mit ihren hinreißenden gefiederten Rändern in voller Blüte erlebt hat, der will sie auch im eigenen Garten haben.

Jetzt ist der optimale  Zeitpunkt zur Pflanzung
Generell gilt, dass Zwiebelpflanzen vor den ersten Bodenfrösten in die Erde gelegt werden müssen. Sie benötigen den Kältereiz, um auszutreiben. „An einem schattigen Platz blühen sie später als an einer sonnigen Stelle“, weiß Gartenexperte Franz Praskac aus Tulln. Zwiebelpflanzen brauchen eine gute Drainage, weshalb in schwere Lehmböden etwas Sand gemischt wird. „Die Zwiebeln sollten immer so tief gesetzt werden, wie sie breit sind“, so Praskac.

Wichtig ist, dass die Spitze der Zwiebel nach oben gerichtet ist, die Unterseite liegt mit ihren Wurzeln am Boden auf. Dann wird mit Gartenerde das Pflanzloch verschlossen und noch einige Wochen dosiert gegossen, damit die Zwiebel Wurzeln bilden kann. Mit Hornspänen und Kompost kann man den Boden verbessern, gedüngt wird im Frühjahr schon vor der Blüte.

„Am schönsten sind Tulpen, wenn sie in Trupps zu fünf oder zehn Stück gesetzt werden“, sagt Praskac. Dazu nimmt man immer nur eine Sorte pro Trupp.

Nach der Blüte die Blätter nicht abschneiden, sondern welken lassen – nur so können die kleinen Powerpakete alle Nährstoffe aufnehmen und in der folgenden Saison wieder aufblühen.