Erstellt am 21. Dezember 2012, 18:02

Strom wird um 1,8 Prozent teurer. Die Energieregulierungsbehörde E-Control hat die Netztarife für Gas und Strom für das Jahr 2013 festgesetzt. Bei Strom kommt es zu einer durchschnittlichen Anhebung um 1,8 Prozent.

Bei Gas kommt es zu Erhöhungen in Wien und in der Steiermark, in den übrigen Bundesländern zu Senkungen. Auf der Energierechnung wirken sich die Änderungen nicht 1:1 aus. Die Strom- und Gasrechnungen bestehen aus drei Teilen: Der reinen Energiekomponente, den Netztarifen sowie Steuern und Abgaben. Auf die Netztarife entfallen zwischen rund 25 und rund 30 Prozent.

Die heimischen Strom-Netzbetreiber hätten im vergangenen Jahr stark in die Netze investiert, dies sei bei der Festlegung der neuen Netztarife berücksichtigt worden. "Trotzdem ist es uns gelungen, die durchschnittliche Belastung ab 1. Jänner 2013 auf 1,8 Prozent zu beschränken", sagte E-Control-Vorstand Martin Graf. Die Erhöhung der Entgelte im Netzbereich Wien sei in erster Linie durch die massive Erhöhung der Kosten im Zusammenhang mit den gesetzlichen Vorschriften im Zuge von Ausgliederungen begründet, die dem Grunde nach zum Zeitpunkt der Vollliberalisierung bestanden haben (Kosten in Zusammenhang mit Pensionslasten).

In Summe seien die Netztarife eines durchschnittlich Haushaltskunden mit einem jährlichen Gasverbrauch von 15.000 kWh seit der völligen Liberalisierung der österreichischen Gasmärkte im Oktober 2002 um mehr als 3 Prozent gesenkt worden. Die Strom-Netztarife wurden um mehr als 600 Mio. Euro reduziert, betont die E-Control.