Erstellt am 07. Februar 2012, 13:27

Stromverbrauch Österreichs stagnierte 2011. Österreichs Stromverbrauch ist vergangenes Jahr kaum gestiegen. Der Gasverbrauch ging zurück.

Nach einem überaus warmen Dezember mit spürbar weniger Bedarf hat der Strom-Verbrauch im Gesamtjahr 2011 nur um 0,1 Prozent auf 68.651 Gigawattstunden (GWh) zugelegt, geht aus neuen Daten des Energieregulators E-Control hervor.

Diese Menge versteht sich als Inlandsstromverbrauch der gesamten Elektrizitätsversorgung ohne Verbrauch für die Pumpspeicherung, mit der zu Zeiten billigen Stroms Wasser in solche Anlagen hochgedrückt wird, um es bei Spitzenbedarf nutzen zu können. Der Verbrauch für PSP betrug 5.056 GWh.

Die verbrauchsstärksten Monate waren Jänner und Dezember 2011, der stärkste Verbrauchszuwachs im Jahresabstand wurde im Mai registriert, den stärksten Verbrauchsrückgang gab es im Dezember. Den insgesamt stabilen Stromverbrauch begründet die E-Control mit konjunkturellen Einflüssen, einer höheren Eigenerzeugung der Industrie sowie der milden Witterung.

Der Gasverbrauch ging im Vorjahr in Österreich zurück: Die Abgabe an Endkunden verringerte sich laut E-Control um 6,3 Prozent auf 8,55 Mrd. Kubikmeter bzw. 95.634 GWh. Der Inlandsgasverbrauch, zu dem auch der Verbrauch der Unternehmen selbst etwa für die Verdichtung des Gases gehört, verringerte sich um 6,0 Prozent auf 8,98 Mrd. m3 bzw. rund 100.500 GWh.

Gründe für den niedrigeren Gasverbrauch seien einerseits die höheren Temperaturen im Jahr 2011 sowie ein geringerer Gaseinsatz in den Kraftwerken, sagte Michael Schmöltzer, Leiter der Gasabteilung in der E-Control, zur APA. So lag der Gasverbrauch beispielsweise im - witterungsmäßig milderen - Dezember 2011 um rund 17 Prozent unter dem Wert von Dezember 2010. Zudem seien die Gaskraftwerke wegen der Preissituation weniger gefahren worden. Der Gasverbrauch in der Industrie habe stagniert.