Erstellt am 12. Juni 2013, 11:35

Vertrauensindex: Energieversorger gut angesehen. Die österreichischen Energieversorger sind bei den Konsumenten trotz hoher Energiekosten hoch angesehen - das geht aus dem aktuellen APA-/OGM-Vertrauensindex hervor.

 |  NOEN, EVN
OGM-Chef Wolfgang Bachmayer zeigte sich vom Ergebnis der Befragung überrascht: "Die Hinweise der E-Control, dass stark gesunkene Strom- und Gaspreise an den Börsen nicht an die Endverbraucher weitergegeben werden, wiegen nicht so stark oder fallen zu wenig auf", versucht sich Bachmayer einen Reim darauf zu machen.

Klar gewonnen hat die Vertrauensfrage die Verbund AG. "Versorgungssicherheit, sauberer Strom aus Wasser statt aus Atomkraft zählen für die Konsumenten viel", erklärte Bachmayer. Zudem hätten die Energiekonzerne längst die Bedeutung von Öffentlichkeitsarbeit erkannt. Der Verbund erreichte einen Vertrauensindex von 24, wobei der Index den Saldo aus "Vertrauen" und "kein Vertrauen" (in Prozent) abbildet. Basis waren 1.000 Befragungen am 4. und 5. Juni 2013, die Schwankungsbreite beträgt 3,2 Prozent.

Die E-Control profitierte von ihrem Image als Konsumentenschützer und erreichte mit 21 Indexpunkten Rang zwei im Vertrauensranking, noch vor EVN (19) und Wien Energie (16). Offenbar kam den großen Versorgern auch ihre Bekanntheit zugute. Das gute Vertrauensimage werde auch von der sehr geringen Wechselquote bestätigt, meint Bachmayer.

Dass sich der klingende Name OMV mit 2 Punkten nur knapp im positiven Bereich der Skala platzieren konnte, legt für die Meinungsforscher die Vermutung nahe, dass der Benzinpreis für die Konsumenten schwerer wiegt als der Strompreis. Allerdings darf man annehmen, dass auch die Schiefergas-Diskussion einen negativen Eindruck hinterlassen hat und wohl insgesamt Öl und Benzin einen schlechteren Ruf hat als der als sauber geltende Strom.