Erstellt am 22. April 2013, 12:49

Vom großen Wert des Waldes. Für die Bioheizwerke Niederösterreichs gibt es viele Holz-Zulieferer. Hubertus Suttner aus Achau im Industrieviertel ist einer davon.

 |  NOEN, Wimmer
Hubertus Suttner liefert Holz für die Heizwerke Baden und Mödling. Seine Wälder befinden sich rund um Ebenfurth und Achau und umfassen zirka 140 Hektar.
Diese Forstwirtschaft ist schon seit 280 Jahren und neun Generationen im Besitz der Familie. Hubertus Suttner ist stolz darauf, ein Ururgroßneffe von Bertha von Suttner zu sein, der Pazifistin und Friedensforscherin, deren Konterfei man lange auf den 1.000-Schilling-Noten bewundern konnte und das jetzt auch auf der 2-Euro-Münze zu sehen ist.
Seit 2001 hat der nun 41-Jährige den Gutshof mit den Wäldern und Ländereien übernommen. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Landwirtschaft, doch seit einigen Jahren wird Suttner auch die Forstwirtschaft immer wichtiger. Ein Förster und guter Freund der Familie unterstützt Suttner tatkräftig beim Aufbau seines Waldes.
Brennholz und Unterholz werden geschlagen, um wieder Luft an die gesunden Bäume zu lassen. Suttner ist bewusst, welch große Bedeutung und Wert der Wald auch für die Allgemeinheit hat. Darum lässt er natürlich auch Spechtbäume für das ökologische Gleichgewicht stehen. Bis jetzt hat er von 140 ha Wald 20 ha neu aufgeforstet. „Alles andere haben wir nur so ausgeräumt, damit die Natur wieder selbst arbeiten kann“, meint Suttner euphorisch und fügt hinzu: „Das nennt man Naturverjüngung“.


x  |  NOEN, Wimmer



Für seinen Gutsbetrieb hat er eine eigene Hackschnitzelanlage mit einem zentralen Heizhaus. „Die Anlage ist automatisiert, so muss man nicht mehr ständig Holz nachlegen, so wie früher einmal“, erklärt Suttner.
Man merkt dem Gutshofbesitzer an, wie sehr er mit der Natur verbunden ist. Schon von klein an wuchs er mit dem Bewusstsein auf, einmal für dieses Stück Land verantwortlich zu sein. Mit 14 Jahren wurde er in ein landwirtschaftliches Internat nach Wieselburg geschickt und studierte anschließend an der Universität für Bodenkultur in Wien. Dort lernte Suttner auch seine Frau Heidi kennen. Auf die Frage, ob seine beiden Jungs Leonhard und Vinzenz auch schon darauf vorbereitet werden, einmal die Verantwortung hier zu übernehmen, meint Suttner lachend: „Freuen würde mich das schon, aber darüber müssen die beiden schon selbst entscheiden!“

Mehr zum Thema erneuerbare Energie finden Sie im NÖN-Sonderprodukt >>"Energie aus der Natur".