Erstellt am 20. Mai 2012, 20:57

Von Wilden & Zahmen. ROSEN / Kaum ein Gärtner, der sie nicht hingebungsvoll liebt. Strauchrosen, Kletterrosen, alte Sorten und Beetrosen. Aber: Nur die Wildrose kann mit ihren Hagebutten auch Tieren nützen.

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VON TINA WESSIG

Üppige Blütenpracht und gleichzeitig gesunde Pflanzen: Das wünschen sich alle Naturgärtner. Achtet man bei der Sortenwahl und der Pflege auf einige grundlegende Dinge, dann lassen sich diese Wünsche relativ leicht verwirklichen – und die Tierwelt profitiert auch noch davon.
Die Wahl des richtigen Standortes und einer bestimmten Rosensorte legt bereits den zukünftigen Pflegeaufwand fest, um gesunde Pflanzen zu kultivieren.
Rosen bevorzugen freie, sonnige Lagen mit humosen, durchlässigen Böden. Bei der Sortenwahl helfen unabhängige Rosenprüfungen. Rosen, die durch die Österreichische Rosenprüfung (ÖRP-Rose) ausgezeichnet wurden oder das Prädikat ADR-Rose (Anerkannte Deutsche Rose) tragen, sind für unser Klima als geeignet befunden worden und weisen eine gute Widerstandskraft gegenüber Krankheiten auf.

Starke Pflanzen: Von Anbeginn gesund erhalten
Rosen werden am besten vorbeugend durch Pflanzenstärkung gesund erhalten. Maßnahmen dafür erfolgen einerseits über den Boden, andererseits über die Blätter. Wird der Boden mit Kompost, Kompostauszug oder organischem Material verbessert, „füttert“ der Gärtner das Bodenleben, das Nährstoffe besser für Pflanzen verfügbar macht. Selbst hergestellte Brühen oder fertige Produkte – gibt es im Fachhandel – etwa aus Ackerschachtelhalm werden auf die Blätter aufgebracht und stärken die Blattstruktur.

Soll ein Rosenstrauch auch für Insekten und Tiere im Garten attraktiv sein, muss er ungefüllte Blüten tragen. Aus diesen können sich im Herbst die Hagebutten entwickeln. Bei gefüllt blühenden Sorten sind die Staubblätter zu Blütenblättern umgebildet. An den pollenreichen Blüten der einfach blühenden Sorten finden Wildbienenarten, Schwebfliegen, Hummeln und Käfer Nahrung. Sie halten als Nützlinge gleichzeitig die Gartenschädlinge im Zaum.
Schauanlagen mit Rosenpflanzungen sind optimale Anschauungsobjekte, wenn man mehr über Wuchs- und Blühverhalten erfahren möchte. Über 800 Sorten bietet etwa das Rosarium in Baden. Auch andere Schaugärten der Aktion „Natur im Garten“ mit Rosenschwerpunkt ermöglichen schöne Einblicke. Mit der Karte „Schaugärten und Partnerbetriebe“ finden Hobbygärtner den Weg zu schönen Reisezielen (zu bestellen beim NÖ Gartentelefon oder als Download auf www.naturimgarten.at ).