Erstellt am 09. April 2012, 00:00

„Wende rechnet sich!“. ENERGIEANALYSE / Das Land Niederösterreich gab eine Studie zu den Kosten der Energiewende von fossilen hin zu erneuerbaren Energieträgern in Auftrag. Das Ergebnis: Es zahlt sich aus.

Energielandesrat Stephan Pernkopf (l.) und Friedrich Schneider von der Johannes Kepler Universität Linz präsentierten die Studie zur Energiewende in Niederösterreich.  |  NOEN, FOTO: NLK/ REINBERGER
VON ANITA KIEFER

Weg von fossilen Energieträgern, hin zu erneuerbaren Energien. Das ist der Weg, den das Land Niederösterreich laut Energielandesrat Stephan Pernkopf weiterhin gezielt gehen will. Bis 2015 soll der Stromverbrauch im Land zu 100 Prozent durch erneuerbare Energieträger abgedeckt sein, so das Ziel. Eine Studie von Friedrich Schneider von der Johannes Kepler Universität Linz analysierte im Auftrag des Landes NÖ die Kosten einer solchen Energiewende.

Schneider: „Bisheriger Weg  war hochprofitabel“
Und die zahlt sich laut Studienergebnis aus: „Der bisherige Weg war hochprofitabel“, so Friedrich Schneider. Er nahm Kosten und Nutzen einer Energiewende in NÖ unter die Lupe und berechnete die heutige Situation, wenn es seit 1989 keinen Zuwachs an erneuerbaren Energien gegeben hätte. „Der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten energetischen Endverbrauch ist seit 2004 stark angestiegen, und zwar von 19 auf 29 Prozent. Im Vergleich zum Alternativszenario hätten in Niederösterreich beispielsweise zwischen 2007 und 2009 jährlich zusätzlich 6455 Gigawattstunden durch fossile Energieträger aufgebracht werden müssen, um die Lücke zum tatsächlichen Endverbrauch schließen zu können. Das entspricht dem jährlichen Energieverbrauch von 400.000 Einfamilienhäusern“, erklärt Schneider. Ohne Erneuerbare Energie hätten sich die CO2-Emissionen auf 3,35 Millionen Tonnen im Jahr belaufen.

Am Beginn der Energiewende müsse klarerweise investiert werden, so Pernkopf und Schneider. „Die Anfangsinvestitionen durch den Ausbau der erneuerbaren Energien liegen bei 1,6 Milliarden Euro, Investitionen in den laufenden Betrieb bei 236 Millionen Euro“, rechnet Studienautor Schneider. Diese Investitionen würden aber die Wirtschaft ankurbeln. Landesrat Pernkopf: „Unser Ziel ist es, unabhängig von fossiler Energie zu werden.“ Im Frühling startet nun die NÖ Energieberatung eine Offensive für Bauprojekte und Sanierungsmaßnahmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Energielandesrat Stephan Pernkopf (l.) und Friedrich Schneider von der Johannes Kepler Universität Linz präsentierten die Studie zur Energiewende in Niederösterreich.

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