Erstellt am 04. September 2011, 10:26

Weniger Förderung für Photovoltaik, dafür rascher. Die Errichter von Photovoltaik-Anlagen akzeptieren mehrheitlich reduzierte Förderungen, wenn sie ihr Geld dafür rasch bekommen. Innerhalb eines Monats haben 60 Prozent der Förderwerber auf einer Warteliste um eine sofortige Unterstützung angesucht, obwohl sie dafür auf Geld verzichten mussten, teilte das Wirtschaftsministerium mit.

"Das rege Interesse zeigt, dass es richtig war, degressive Tarife anzubieten. Die Kosten für den Bau von Photovoltaik-Anlagen sind zuletzt stark gesunken. Dadurch und durch den Zinsvorteil lohnt es sich, trotz niedrigerer Förderung gleich zu bauen", kommentiert dies Wirtschaftsminister Mitterlehner in einer Aussendung.

Nach Zahlen des Wirtschaftsministeriums sind von 4.643 Anlagen auf der Warteliste (bis 2026) mit einer Maximalleistung von 98,2 Megawatt (Megawatt peak/MWp) 2.791 Anlagen mit 65,7 MWp zum sofortigen Bau angemeldet worden. Das sind 60 Prozent der Anlagen bzw. 67 Prozent der geplanten Leistung, die heuer oder 2012 gebaut werden können.

Zusätzlich seien auch einige neue Anlagen zu dem reduzierten aber sofort ausbezahlten Fördersatz eingereicht wurden. Dadurch haben weitere 481 Anlagen mit einer Leistung von 14,7 MWp grünes Licht für den Baustart. Die Kapazität für Strom aus Sonnenenergie werde sich durch Abbau der Warteliste und neue Projekte bis Ende 2012 von 35 auf 115,4 Megawatt verdreifachen.

Bei der Windkraft haben sich 21 der 153 Anlagenbetreiber auf der Warteliste dafür entscheiden, die Förderung für ihre Windräder sofort in Anspruch zu nehmen, auch wenn sie dadurch niedriger ausfällt. Außerdem wurden fünf neue Anlagen mit 15,2 MWp zur sofortigen Förderung eingereicht. Das Wirtschaftsministerium geht aber davon aus, dass in diesem Sektor oft größere Unternehmen aktiv sind, deren Entscheidungen länger dauern.