Erstellt am 18. Dezember 2012, 10:30

Wien Energie 2011/12 mit Verlust. Die Wien Energie GmbH hat im Geschäftsjahr 2011/12 (per Ende September) einen Verlust von rund 260 Mio. Euro eingefahren, nach einem positiven Konzernjahresüberschuss von rund 80 Mio. Euro im vorangegangen Geschäftsjahr. Grund dafür waren Sondereffekte aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen und aus Abschreibungen von Kraftwerken und Inlandsbeteiligungen.

Für das neue Geschäftsjahr wird von einer deutlichen Verbesserung ausgegangen, das Ergebnis soll wieder positiv sein, erklärten die beiden Geschäftsführer Susanna Zapreva und Robert Grüneis Montagabend vor Journalisten. Die Preise für Strom, Gas und Fernwärme bleiben jedenfalls über die Heizperiode stabil.

Das Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) betrug minus 221,2 Mio. Euro, nach einem Plus von 61,5 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) war mit 258 Mio. Euro negativ (nach plus 82,3 Mio. Euro). Der Konzernjahresüberschuss betrug 259,4 Mio. Euro (plus 80,1 Mio. Euro). Das Finanzergebnis wird mit minus 36,8 Mio. Euro angegeben, nach positiven 20,8 Mio. Euro.

Der Umsatz stieg leicht um 0,5 Prozent auf 2,05 Mrd. Euro.

Bereinigt um die Sondereffekte ergäbe sich ein EGT von rund 70 Mio. Euro, hieß es. Für das neue Geschäftsjahr wird von einem - ohne Berücksichtigung der Sondereffekte - stabilen Ergebnis ausgegangen.

Die Energiepreise werden zumindest über die Heizperiode stabil bleiben. Der Fernwärmepreis war zuletzt per Anfang Oktober angehoben worden. Die Strompreise der Wien Energie seien seit fast vier Jahren stabil. Bei den Gaspreisen habe man die Vorteile aus der Änderung der langfristigen Lieferverträge weitergegeben. In Summe seien dies für Haushalts- und Gewerbekunden im abgelaufenen Geschäftsjahr 9,1 Mio. Euro gewesen, so Grüneis.