Erstellt am 21. März 2014, 11:29

Wohin mit dem Grünschnitt?. Er fällt reichlich an in der Gartensaison, weist hohen Nährstoffgehalt auf und ist eigentlich zu schade für die Biotonne: Der Rasenschnitt.

Wer sich am Anblick eines schönen Gartens erfreuen möchte, muss diesen auch pflegen. Eine der größten Flächen macht meist der Rasen aus. Nach dem Mähen stellt sich zwangsläufig die Frage: Wohin mit dem Rasenschnitt?

Es gibt viele Möglichkeiten, die Reste des Rasenmähens loszuwerden: Angefangen mit dem Entsorgen. Fast Müllplatz hat einen eigenen Bereich, wo man sich seiner Rasen- und sonstigen Naturabfälle entledigen kann. Diese Variante ist aber nicht nur zeitaufwändig, da man den Rasen erst im Behälter zur Deponie bringen muss, sondern auf Dauer auch kostenintensiv.

Eine Möglichkeit, den Rasenschnitt sinnvoll einzusetzen, ist das Kompostieren. An einer geeigneten Stelle im Garten werden sowohl der Rasenschnitt als auch weitere biologische Abfälle wie Obst- oder Gemüsereste oder Blumenschnitt aufgehäuft. Der dadurch entstehende Kompost kann sowohl als Dünger als auch zum Unterfüttern für diverse Beete in Kombination mit Gartenerde verwendet werden.

Kompost oder lieber Doping für die Wiese?

Man muss allerdings darauf achten, den Rasenschnitt gleichmäßig im Komposthaufen zu verteilen, da Rasen schnell in sich zusammenfällt und dann die nötige Luftzufuhr zur Kompostierung fehlt. Das traurige Ergebnis: Im Haufen beginnt Fäulnis. Um die längere Wartezeit zu umgehen, kann man den Rasenschnitt auch direkt nach dem Mähen wieder im Garten verteilen.

Auch hierbei wirkt der Grünschnitt als Dünger und stärkt den Rasen. Dann ist allerdings zu beachten, dass man die Menge großzügig im Garten verteilt und nicht zu viel an einer Stelle ausstreut. Denn dann besteht die Gefahr, dass der Rasen keine Luft mehr bekommt und dort ein bräunlicher Fleck entsteht.

Für diese Art von Wiederverwertung gibt es Mulch-Rasenmäher. Der geschnittene Rasen wird während des Mähens gleich fein gehäckselt und breitflächig über dem Rasen verteilt. Dafür ist es allerdings notwendig, in sehr kurzen Abständen und wirklich regelmäßig zu mähen, sonst wird das Gras zu lang und die Masse des Mulchmaterials erdrückt ebenfalls den darunter liegenden Rasen.

Die einfachste und gleichzeitig auch am wenigsten aufwendige Variante ist: weniger schneiden. Viele Gartenprofis schwören längst auf üppigen Naturrasen und plädieren dafür, die Wiese nicht zu oft zu mähen. Ein Grund dafür ist der natürliche Schutz vor der Sonne. Wenn man den Rasen zu oft und zu kurz schneidet, besteht in den Sommermonaten die Gefahr, dass durch starke Sonneneinstrahlung und Hitze das Gras verbrennen könnte.

Außerdem können in einem Naturrasen viele heimische Blumen wachsen und bieten wiederum den Insekten einen reichen Nahrungsvorrat.


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