Erstellt am 23. September 2013, 13:05

Zeit für das Finale. Herbstgarten / Für Gärtner geht es langsam, aber sicher in die Zielgerade: Das letzte Obst wird gepflückt & verarbeitet, Obstbäume für das kommende Jahr vorbereitet und Laub kompostiert.

Von Tina Wessig

Oft gibt es im Herbst durchaus noch angenehme Temperaturen, die zum Verweilen im Garten einladen und schöne Blicke gewähren: Während die Sommerblumen allmählich verblühen, sorgen leuchtende Früchte und prächtig verfärbtes Laub für Farbe. Sie verlocken nicht nur Kinder zum Sammeln und zum Basteln.

In der Wildstrauchhecke kann man jetzt Vögel und Eichhörnchen beim Fressen und Sammeln beobachten. Und Siebenschläfer und Igel sind dort jetzt auf der Suche nach geeigneten Winterquartieren.

Morgens und ohne Druckstellen pflücken 

Jetzt ist Hochsaison für die Ernte und das Verarbeiten letzter Gartenschätze. Zum Einlagern im Keller ist aber nur unversehrtes Obst geeignet. Werden Äpfel und Birnen am Morgen und ohne Druckstellen gepflückt, dann halten sie länger. Leicht beschädigte Früchte werden zu Marmelade oder Kompott verarbeitet.

Neben Obst gelagertes Gemüse hält durch das Ethylengas der Früchte weniger lang! Karotten, Sellerie und Rote Rübe bleiben so lange wie möglich im Freiland. Vor kühlen Nächten sollten empfindliche Pflanzen wie Paradeiser oder Paprika mit einer Folie geschützt werden.

Balkon- und Kübelpflanzen und empfindliche Kräuter sollten ab Oktober in ein kühles, helles Winterquartier gebracht werden, ebenso die Knollen und Zwiebeln von Gladiolen, Freesien, Pfauenlilien und Knollenbegonien. Sie werden trocken überwintert, Dahlien lagern besser in feuchtem Sand.

Den Grundstein für das nächste Jahr legen 

Ab den ersten kalten Nächten klettern Frostspannerweibchen zur Eiablage auf die Bäume. Leimringe an den Stämmen hindern sie daran. Ein weißer Baumanstrich aus dem Fachmarkt auf dem abgebürsteten Stamm vermindert außerdem die Gefahr von Frostrissen, und auch Schädlinge oder Pilzsporen können sich nicht mehr in der Borke halten. Infektionsquellen für Pilzerkrankungen, wie Fruchtmumien, Obstreste und befallenes Laub, werden entfernt.

Apropos Laub: Selbst dicke Laublagen machen auf Beeten und unter Gehölzen keine Probleme. Sie schützen vielmehr die Pflanzen und sind eine natür liche Flächendüngung.

Ergibt sich dennoch ein Übermaß an Laub, schafft die Kompostierung ideale Voraussetzungen zur Gewinnung humus reicher Gartenerde für die nächste Saison.
 


Besuch im Garten

  • Sie haben einen naturnahen Garten? Dann melden Sie sich bis Mitte November 2013 zur Gartenberatung an und holen Sie sich die NÖ Gartenplakette der Aktion „Natur im Garten“ als Auszeichnung. Unter den Teilnehmern wird ein Besuch von Karl Ploberger in Ihrem Garten verlost.
  • Anmeldung per E-Mail über gartentelefon@naturimgarten.at oder telefonisch am NÖ Garten telefon +43 (0) 2742 / 74333.