Erstellt am 30. Dezember 2012, 13:56

Rogers: „(K)Ein Tanz zwischen den Planeten“. Von Verena Randolf „Uranus steht die nächsten sieben Jahre im Kampf mit Pluto. Das wird eine schwierige Zeit. Die Welt geht in die Revolution.“ Astrologin Gerda Rogers malt düstere Zukunftsprognosen.

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Von Verena Randolf

Die 71-Jährige sitzt hinter dem Schreibtisch in ihrem Badener Büro am Mitterberg und erklärt, was sie sagt, anhand eines Kuddelmuddels aus Linien und Punkten am Laptop.

Irgendwo im Haus bellt Chris Lohners Hund Shirley („Auf den passe ich auf, wenn die Lohner probt.“) und das Telefon läutet im Minutentakt. Die Dienste der Astrologin werden zum Jahreswechsel mehr als sonst benötigt.

Die Zeiten, als Rogers hauptsächlich den Frauen Fragen beantwortete wie „Wird er jemals seinen Hintern von der Couch hochkriegen?“, sind zwar nicht vorbei, bei weitem aber nicht mehr das Kerngeschäft. „Heute kommen Wirtschaftsleute aus der ganzen Welt, um mit mir zu sprechen“, erzählt sie.

„Viele Menschen in Führungspositionen gehen nicht mehr nur zu Therapeuten und Beratern, sondern auch zu Astrologen. Gerade war ein Geschäftsmann hier mit einer Liste von Mitarbeitern, die er astrologisch auswerten lassen wollte.“

Dass ihre Wissenschaft belächelt wird, gefällt der quirligen Blondine nicht: „Mit den vollständigen Daten ist Astrologie kein Hokuspokus. Ich selbst bin ein sehr realistischer Mensch und tanze nicht zwischen Planeten und Illusionen herum – im Gegenteil.“ Mit ihrem Wissen will die Badenerin den Menschen helfen. „Ich sehe meine Arbeit als sozialen Beruf. Es gibt ja viele Menschen, die Hilfe brauchen. Ich bin die günstigste Astrologin in Österreich, weil ich einfach für jeden da sein will. Nicht nur für die Prominenz.“ Ihr eigenes Horoskop kennt die Sternenforscherin auswendig. Und 2013 wird ein gutes Jahr für sie: „Ich bin Steinbock, und die gehören mit den Fischen in den nächsten Monaten zu den Glückskindern.“