Erstellt am 23. März 2014, 23:59

Bienensterben. Die Varroa-Milbe (Bild) wurde in den 70er-Jahren aus Ostasien nach Europa verschleppt, heute ist sie auf allen Kontinenten außer Australien vertreten. Sie führt weltweit zu massiven Schäden bei den Bienenvölkern. Die Milbe lebt als Parasit auf Honigbienen und entzieht ihnen Flüssigkeit. Durch das Einstechen überträgt die Milbe Krankheiten von Biene zu Biene und kann so ganze Völker zerstören.

 |  NOEN, zVg
  • Die Varroa-Milbe wurde in den 70er-Jahren aus Ostasien nach Europa verschleppt, heute ist sie auf allen Kontinenten außer Australien vertreten. Sie führt weltweit zu massiven Schäden bei den Bienenvölkern. Die Milbe lebt als Parasit auf Honigbienen und entzieht ihnen Flüssigkeit. Durch das Einstechen überträgt die Milbe Krankheiten von Biene zu Biene und kann so ganze Völker zerstören.
  • Massives Bienensterben. 2006/2007 sind in den USA regional bis zu 80 Prozent der Bienenvölker verschwunden. Warum, ist bis heute unklar. 2012 kam es in Deutschland und besonders in der Schweiz zu einem massiven Bienensterben.
  • Melissa-Studie. 2009 bis 2011 führte die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) in Österreich das Forschungsprojekt Melissa zum Bienensterben durch. Begleitende Anbau-Maßnahmen zur Vermeidung von Bienenschäden führten zu einer Abnahme der Giftschäden, regional wurden aber immer wieder bienenschädliche Faktoren durch Pestizide registriert.
  • Verbots-Beschluss. In Österreich hat die Debatte rund um das Sterben von Bienen 2013 seinen Höhepunkt erreicht. Schlussendlich musste der damalige Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich, der sich auch auf EU-Ebene gegen ein Verbot von Neonicotinoiden gestemmt hatte, nachgeben. Am 1. Dezember 2013 trat in der EU ein Teilverbot von drei Pestiziden aus der Gruppe der Neonicotinoide in Kraft, denen eine Gefährdung der Bienen nachgesagt wird.
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