Erstellt am 10. Februar 2013, 17:31

Mehr Geld für Tierheime. Soforthilfe / Niederösterreichs Tierschutzvereine bekommen 155.000 Euro zusätzlich. Landeshauptmann Erwin Pröll verspricht neues Finanzierungsmodell für „langfristige Absicherung“.

Einigten sich auf mehr Geld für NÖ Tierheime: Präsident des NÖ Tierschutzverbandes, Helmut Wolfger, Landeshauptmann Erwin Pröll, Andrea Specht vom Tierschutzverein Krems und Willi Stiowicek, Obmann des Tierschutzvereins St. Pölten. K. Sunk  |  NOEN
Von Katharina Sunk

Staffordshire Terrier – als sogenannte „Listenhunde“ sind sie besonders oft in Tierheimen zu finden und warten oft jahrelang auf ein neues Zuhause. Nach drei Jahren gelten sie als Langzeitschützlinge. „Früher waren etwa ein Viertel des Tierheimbestandes Langzeitschützlinge. Heute sind oft die Hälfte oder drei Viertel der Heime voll mit ihnen“, weiß Andrea Specht vom Tierschutzverein Krems. Diese oft schwer vermittelbaren Tiere haben in den letzten Jahren für eine große finanzielle Belastung seitens der Tierschutzvereine in ganz NÖ gesorgt.

Doch nicht nur das restriktive Hundegesetz verschärfte die finanzielle Situation, auch die immer häufiger werdenden Fälle von Animal Hoarding, steigende Tierabnahmen und die Haltung von kostenintensiven Tieren, die beispielsweise therapeutische Betreuung brauchen, sind mit hohen Kosten verbunden.

Der Präsident des NÖ Tierschutzverbandes, Helmut Wolfinger, Andrea Specht vom Tierschutzverein Krems und Willi Stiowicek vom Tierschutzverein St. Pölten wandten sich deshalb mit einem „Hilfeschrei“ an Landeshauptmann Erwin Pröll. Er sicherte dem Tierschutzverband in einer ersten Gesprächsrunde zusätzliches Geld zu. „Für die rasche Lösung im Hinblick auf die finanziellen Sorgen der Tierschutzheime werden seitens des Landes 155.000 Euro zur Verfügung gestellt. Weiters wollen wir für die Zukunft einen Weg zur langfristigen Absicherung finden. Dazu wollen wir ein Finanzierungsmodell erarbeiten, das die neuen Anforderungen an die Tierheime berücksichtigt“, gab er im Zuge einer Pressekonferenz bekannt.

Derzeit stellt das Land ein Budget von 700.000 Euro für die Tierheime Krems, St. Pölten, Wr. Neustadt, Mistelbach, Bruck an der Leitha, Baden, Brunn am Gebirge, Ternitz und Klosterneuburg zur Verfügung. Mit dieser Größenordnung werde man in Zukunft nicht das Auslangen finden, bestätigte Erwin Pröll.