Erstellt am 24. Februar 2014, 23:59

von Tina Wessig

Mehr Geld für Tierschutz. Die NÖ Tierheime bekommen künftig mehr finanzielle Unterstützung. Aber auch die EU soll in Sachen Ost-Hundehandel rasch und rigoros agieren, so Landeshauptmann Pröll.

Der NÖ Tierschutz wird künftig mit 1,3 Millionen Euro pro Jahr unterstützt. Auch der Handel mit Hundewelpen aus dem Osten soll eingedämmt werden.  |  NOEN, www.sxc.hu
Von Tina Wessig

Acht Tierheime, 40 Mitarbeiter, 80.000 freiwillige Stunden – und ein Betrieb knapp am Rande der Rentabilität: Die NÖ Tierheime leisten großen Einsatz, wenn Haustiere zu versorgen niemand sonst in der Lage ist.

Das sind pro Jahr etwa 4.000 Hunde, Katzen und Kleintiere in NÖ Heimen, deren Betreiber letztes Jahr einen „Hilferuf“ absetzten. Einige standen kurz vor dem Aus. Damals wurde eine Soforthilfe von 150.000 Euro gewährt und Gespräche über ein dauerhaftes Finanzierungsmodell gestartet.

Erhöhung der Förderung auf 1,3 Millionen

Nun wurde die Fördervereinbarung zwischen dem Land, dem Tierschutzverband und den NÖ Tierheimen unterzeichnet: Darin wurde fixiert, dass die Heime von 2014 bis 2018 mit 1,3 Millionen Euro pro Jahr gefördert werden. Die Erhöhung von bisher 685.000 Euro auf 1,3 Millionen Euro solle zeigen, wie wichtig der Tierschutz sei, so Landeshauptmann Erwin Pröll.

Mit ihm unterzeichneten Tierschutzlandesrat Maurice Androsch, Helmut Wolfger (Präsident Tierschutzverband NÖ), Andrea Specht (Vorstandsmitglied Tierschutzverband NÖ) und Willi Stiowicek (Obmann Tierschutzverein St. Pölten) die Vereinbarung.

Pröll wolle damit „ein klares Bekenntnis zum Tierschutz“ abgeben, für einen reibungslosen Betrieb der Heime garantieren und gewährleisten, dass die Infrastruktur vor Ort modernisiert werden kann“. Der Tierschutz sei ihm ein Anliegen, denn „im Umgang mit dem Tier zeigt sich die Qualität einer Gesellschaft“.

„Scharfes Vorgehen und einheitliche Standards“ 

Tierschutz-Landesrat Maurice Androsch zeigte einen weiteren Aspekt auf: „Der Ost-Hundehandel muss dringend eingedämmt werden!“ Eine Vielzahl zu junger, ungeimpfter und unzureichend sozialisierter Hunde käme über die Grenzen nach NÖ, und hier habe man dann die Konsequenzen zu tragen.

„Ich werde diesbezüglich mit EU-Kommissar Johannes Hahn Kontakt aufnehmen, denn das ist kein niederösterreichisches Problem – es muss europaweit einheitliche Standards geben“, plädierte auch Pröll für ein „rigoroses Vorgehen gegen Hundehändler aus dem Osten“.