Erstellt am 23. April 2013, 08:20

Nach Kollision mit Auto wird verletzte Rohrweihe nun gesund gepflegt. Gehirnerschütterung und Flügelfraktur: Greifvogel erholt sich in der Eulen- und Greifvogelstation (EGS) in Haringsee im Bezirk Gänserndorf.

 |  NOEN
Noch ein bisschen angeschlagen wirkt dieses schöne Rohrweihe-Männchen: Es kollidierte auf seinem Flug nach Norden im Burgenland mit einem Auto. Allerdings hatte es Glück im Unglück: Es wurde gleich in die von VIER PFOTEN unterstützte Eulen- und Greifvogelstation (EGS) in Haringsee gebracht und wird dort nun liebevoll gesund gepflegt.
 
„Der arme Kerl war ganz benommen und natürlich flugunfähig, als er geborgen wurde“, erzählt Dr. Hans Frey, Leiter der EGS. „Wir haben bei der Rohrweihe eine Gehirnerschütterung und eine Flügelfraktur festgestellt. Nach einer medizinischen Erstversorgung durch die Veterinärmedizinische Universität Wien erholt sie sich aber sehr schnell. Wir rechnen damit, sie auch bald wieder freilassen zu können.“
 
Die Rohrweihe ist eine Greifvogelart aus der Familie der Habichtartigen. In den letzten Wochen konnte man in Ostösterreich viele Rohrweihen auf dem Zug von ihren südlichen Überwinterungsgebieten zurück nach Österreich bzw. weiter in den Norden beobachten.
 
In der EGS werden pro Jahr etwa 250 Jungvögel gerettet. Das Besondere ist, dass diese  von Ammeneltern aufgezogen und zu fast 100% wieder freigelassen werden.  Mit Unterstützung von VIER PFOTEN arbeiten Dr. Hans Frey und sein Team an effektiven Maßnahmen für die verbesserte Rehabilitation, Aufzucht und Freilassung bzw. Unterbringung bedürftiger Eulen- und Greifvögel. Es ist die einzige Pflegestation in der Jungvogelfindlinge durch Ammen derselben Vogelart, also in einem natürlichen Familienverband, großgezogen werden können. Dadurch werden die schädlichen  Folgen einer Handaufzucht vermieden.
x  |  NOEN