Erstellt am 11. März 2015, 10:34

von APA/Red

Bedrohte Sakerfalken dank Nisthilfen im Aufwind. Im Vorjahr brachten es 31 Sakerfalken-Brutpaare auf 47 Jungvögel. Hilfreich waren dabei auf Hochspannungsmasten montierte künstliche Nisthilfen.

Sakerfalke: Jungvogel auf Strommast FOTO: R. ZINK  |  NOEN
Mitte der 1970er Jahre war der Sakerfalke in Österreich beinahe ausgestorben. Durch ein Schutzprojekt hat sich der Bestand erholt.

Als ursprünglicher Steppenvogel ist der Sakerfalke auf weite und nahrungsreiche Ebenen angewiesen. Erschwerend für die Reproduktion dieser Großfalken ist der Umstand, dass sie selbst keinen Horst bauen, sondern verlassene Nester anderer Arten mit Überblick auf die Umgebung nutzen.

Dieses Verhalten machte man sich im Rahmen des Artenschutzprojekts von BirdLife und Veterinärmedizinischer Universität Wien zunutze: Im Burgenland und in Niederösterreich wurden auf durchschnittlich 50 Meter hohen Hochspannungsmasten der Austrian Power Grid AG (APG) Nisthilfen montiert.

"Damit bieten wir der seltenen Falkenart eine sichere Alternative zu ihren natürlichen Brutplätzen", erklärte Richard Zink vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni, der das Nisthilfenprogramm wissenschaftlich leitet.

Die Horste auf den Strommasten waren beliebte Brutplätze der Sakerfalken: 14 der 31 Brutpaare legten im Vorjahr ihre Eier dort ab, fast jeder zweite Jungfalke flog aus einer der künstlichen Nisthilfen aus, so Zink. Das Projekt soll daher fortgeführt werden.