Erstellt am 29. April 2016, 13:52

Der Autoverkauf Schwarz auf Weiß. Einen Gebrauchtwagen zu verkaufen, ist nicht schwer. Dabei ein gutes Geschäft zu machen gestaltet sich schon schwieriger. Die richtigen Unterlagen steigern den Wert und erleichtern den Verkauf.

Scheckheft gepflegte Gebrauchtwagen erzielen oft einen guten Preis.  |  fotolia.com © stockWERK, fotolia.com © stockWERK

Der Handel mit Gebrauchtwagen ist ein stetig wachsender Markt. Ob beim Gebrauchtwagenhändler oder über das Internet, so manches alte Fahrzeug wechselt auch unabhängig von seinem Alter und dem Tachostand noch den Besitzer. Wer seinen Alten zu Geld machen möchte, hat viele Möglichkeiten, um den passenden Käufer zu finden. Wie gut oder schlecht sich ein Gebrauchtwagen an den Mann bringen lässt, hängt nicht zuletzt von der Vollständigkeit der Papiere ab, die der Besitzer beibringen kann.

Aber was brauche ich denn eigentlich wirklich, wenn ich mein Auto verkaufen möchte? Reichen Schlüssel und Fahrzeugpapiere wirklich aus? Ein bisschen komplizierter ist ein seriöser Autoverkauf leider schon. Wenn Schwarz auf Weiß alles stimmt, verläuft die Übergabe aber meist reibungslos.

Diese Dokumente machen den Autoverkauf für beide Seiten zu einem guten Geschäft:

Die Fahrzeugpapiere

Im Jahre 2007 ist das Typenscheindokument durch einen Auszug aus der Genehmigungsdatenbank ersetzt worden, wie hier nachgelesen werden kann. Wechselt ein Fahrzeug den Besitzer, wird die Änderung in der Genehmigungsdatenbank vermerkt und die Zulassungsbescheinigung Teil II wird ausgestellt. Diese muss bei der Übergabe des Fahrzeugs an den neuen Besitzer übergeben werden. Weitere Halterwechsel werden ebenfalls in der Zulassungsbescheinigung Teil II vermerkt, die beim Verkauf jeweils an den neuen Besitzer geht. Dieses Dokument gilt damit nicht nur als Besitznachweis, sondern lässt auch lückenlos alle bisherigen Besitzer des Fahrzeugs nachvollziehen.

Das COC-Papier

Das Certificate of Conformity, auch COC-Papier genannt, wird bei der Zulassung eines Neuwagens ausgestellt und dient zusammen mit der Zulassungsbescheinigung Teil II als Besitznachweis. Das COC-Papier muss dem neuen Besitzer deshalb ebenfalls ausgehändigt werden.

Das Serviceheft

Das Serviceheft dient als Nachweis darüber, wie gut das Fahrzeug in der Vergangenheit gepflegt wurde. Einem potentiellen Käufer gibt es einen guten Überblick über den Gesamtzustand des Gebrauchtwagens und lässt ersehen, ob alle notwendigen und empfohlenen Kontrollen und Wartungen des Fahrzeugs sachgemäß durchgeführt wurden. Im Serviceheft sollten bei guter Fahrzeugpflege neben den turnusmäßig geprüften Kilometerständen auch sämtliche Vorbesitzer vermerkt werden.

Die §57a-Begutachtung

Die § 57a-Begutachtung des ÖAMTC, auch „das Pickerl“ genannt, ist ein ganz wesentlicher Bestandteil beim Kauf oder Verkauf eines Gebrauchtwagens. Mit der Begutachtung nach § 57a der Straßenverkehrsordnung wird überprüft, ob ein Fahrzeug verkehrstauglich und betriebssicher ist. Auch verschiedene Faktoren im Hinblick auf die Umweltfreundlichkeit des Fahrzeugs werden dabei überprüft. Die Begutachtung ist gesetzlich vorgeschrieben und jedes für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassene Fahrzeug muss die entsprechende Plakette, „das Pickerl“, vorweisen können.

Die Bedienungsanleitung

Moderne Fahrzeuge bieten viele technische Möglichkeiten. Die Bedienungsanleitung sollte deshalb immer gut aufbewahrt werden, damit sie bei einem Verkauf an den neuen Besitzer weitergegeben werden kann. In der Bedienungsanleitung finden sich neben Angaben zu den allgemeinen Funktionen im Fahrzeug auch Hinweise zu den Sicherheitseinrichtungen wie den Airbags oder Angaben zum empfohlenen Reifenluftdruck und dem zu verwendenden Kraftstoff.

Autobesitzer sind gut beraten, wenn sie die Unterlagen zu ihrem Fahrzeug von Anfang an vollständig aufbewahren und sortieren. So ist bei einem potentiellen Verkauf des Fahrzeugs alles schnell griffbereit. Für den Käufer ist es wichtig, nicht nur auf die Vollständigkeit der Papiere zu achten, sondern sich diese nach Möglichkeit auch im Original aushändigen zu lassen